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Von der Werbung verführt?

Fühlst du dich von Alkoholwerbung angesprochen? Kein Wunder, schließlich wollen die Hersteller alkoholischer Getränke ihre Produkte verkaufen. Aber denk mal ein paar Jahre zurück, als du noch gar keinen Alkohol getrunken hast und auch keinen trinken durftest. Hat dir Werbung für Bier, Sekt und Co. damals auch schon gefallen? Vor ein paar Jahren haben Wissenschaftler im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums eine Zielgruppenanalyse für Alkoholwerbung gemacht.

Dabei fanden sie heraus, dass 84 Prozent der Werbespots von Schulkindern der 5. und 7. Klassen mindestens genauso oder sogar häufiger gemocht wurden als von Erwachsenen. Die untersuchten Spots orientierten sich also an der Zielgruppe Jugendlicher, in diesem Fall an etwa 11- bis 13-Jährigen, die gar keinen Alkohol trinken dürfen.

Wie viel Einfluss hat Alkoholwerbung?

Dass Werbung zum Konsum verführt, ist keine neue Erkenntnis. Das gilt (natürlich) auch für Alkoholwerbung. Ein Forscherteam aus Kiel wollte herausfinden, wie Werbung und Alkoholkonsum bei Jugendlichen zusammenhängen. Für ihre Studie haben sie 1.500 Schüler im Alter von 12 bis 16 Jahren befragt. Das Ergebnis: Bei Jugendlichen, die häufig Alkoholwerbung im TV sahen, war die Wahrscheinlichkeit für riskanten Alkoholkonsum höher als bei denen, die Alkoholwerbung seltener sahen oder gar nicht kannten.

Die Wissenschaftler zählten Werbung zu den wichtigsten Einflussfaktoren für den Alkoholkonsum von Jugendlichen, sogar wichtiger als das Konsumverhalten der Eltern. Damit scheinen sich die mehr als 500 Millionen Euro, die laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in Deutschland jedes Jahr für Alkoholwerbung ausgegeben werden, zu lohnen. Zumindest aus Sicht der Alkoholindustrie.

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