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Alkohol und Sexualität

Ein Pärchen umarmt sich

Alkohol ...

… und Spaß im Bett

Alkohol hat eine enthemmende Wirkung, vor allem wenn größere Mengen Alkohol getrunken werden. Man sieht, hört und spürt weniger und ist für Reize von außen weniger empfänglich – diese Stimulationen und Empfindungen sind beim Sex aber besonders wichtig. Außerdem wird man unter Alkoholeinfluss schnell müde und die sexuelle Lust kann nachlassen.

Einige Menschen setzen Alkohol absichtlich ein, um Hemmungen und Versagensängste beim Sex zu bekämpfen. Auf Dauer kann sich daraus eine Art psychische Abhängigkeit entwickeln. Das bedeutet, dass man sich irgendwann Sex ohne Alkohol nicht mehr vorstellen kann.

in Beziehungen

In Beziehungen kann Alkohol dazu führen, dass man den Partner oder die Partnerin weniger beachtet oder sich häufiger streitet. Die Frustrationsschwelle sinkt durch Alkohol: Wenn man etwas sagt, was man in nüchternem Zustand ganz anders ausdrücken würde, oder übertrieben auf „Reizwörter“ reagiert, sind Missverständnisse und Streitereien oft vorprogrammiert. Im Limit bleiben ist also auch für die Partnerschaft das bessere Rezept.

und Kondome

Studien der BZgA zeigen: Eine große Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen schützen sich und ihre Partner, indem sie Kondome verwenden. Der Konsum von Alkohol gehört jedoch zu den am häufigsten von Jugendlichen genannten Gründen dafür, dass sie das Kondom vergessen haben.

Unter Alkoholeinfluss ist man risikobereiter und unvernünftiger. Man lässt sich leichter auf Sachen ein, die man nüchtern niemals machen würde. Dazu zählt zum Beispiel ungeschützter Sex, mit all seinen möglichen Konsequenzen: eine ungewollte Schwangerschaft, eine Ansteckung mit HIV oder mit sexuell übertragbaren Infektionen wie Syphilis, Gonorrhö (Tripper) und Chlamydien.

und Schwangerschaft

Von Anfang an bilden Mutter und Kind eine Einheit. Alkohol, den die Mutter aufnimmt, gelangt auch in den Blutkreislauf des Kindes und verbleibt dort längere Zeit, denn die Leber des Ungeborenen arbeitet noch nicht so effektiv wie bei einem ausgereiften Menschen. Alkohol in der Schwangerschaft kann zu schwerwiegenden körperlichen und geistigen Entwicklungsstörungen des Kindes führen.

und Kontrolle

Größere Mengen Alkohol führen dazu, dass man das eigene Verhalten schlechter kontrollieren kann. Mit steigendem Alkoholpegel hat man die Situation, in der man sich gerade befindet, immer weniger im Griff: Die Umwelt wird schlechter und langsamer wahrgenommen. Die Folgen des eigenen Handelns werden oft ausgeblendet, sodass man sich eher auf Dinge einlässt, die einem schon am nächsten Tag peinlich oder unangenehm sind – zum Beispiel Sex mit jemandem, den man nicht mag oder den man eigentlich nicht attraktiv findet.

Da Alkoholkonsum automatisch zu Kontrollverlust führt, wird es mit jedem Glas schwieriger, sich ein Limit zu setzen. Deshalb sollte man sich am besten vor dem ersten Schluck überlegen, wie viel man trinken möchte.

und Grenzüberschreitungen

Besonders für Mädchen und Frauen steigt unter Alkoholeinfluss die Gefahr, dass sie in Situationen kommen, die sie in nüchternem Zustand so nicht gewollt hätten oder die sie nicht mehr kontrollieren können. Das hat verschiedene Gründe. Zum Beispiel wird das natürliche Gespür dafür, „wem kann ich trauen und wem nicht“, durch Alkohol geschwächt, Warnsignale werden nicht mehr so gut registriert. Wer im Limit bleibt, behält besser die Kontrolle.

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