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ALKOHOL UND LEISTUNG IN SCHULE UND BERUF

„Fleißig und ehrgeizig sein“ ist laut der aktuellen Shell Jugendstudie für 82 % der Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren wichtig.* Doch für viele junge Menschen bedeutet Leistung, in Schule, Ausbildung, Studium, Beruf und Privatleben perfekt funktionieren zu müssen. Schnell fühlen sie sich dadurch überfordert und haben Angst zu versagen.

Unter Druck greifen viele Menschen zum Alkohol

Bunter Stapel aus Ordnern und Papier.
© rdnzl / Fotolia

Dass du dir selbst Druck machst, sorgt nicht dafür, dass du auch wirklich mehr leisten kannst. Im Gegenteil, du machst mehr Fehler und gerätst vielleicht sogar in Panik: Wie soll ich bloß die nächste Prüfung schaffen? Bekomme ich wegen der schlechten Note später keinen Ausbildungs- oder Studienplatz? Ruiniere ich damit meine Zukunft?

Bei Stress konsumieren viele Menschen häufiger und mehr Alkohol, zeigen Untersuchungen aus der Praxis. Eine neuseeländische Studie fand für junge Erwachsene heraus: Je mehr Überstunden die Personen leisten mussten, desto mehr tranken sie und umso eher fand man bei ihnen Anzeichen für Alkoholmissbrauch und Abhängigkeit.

 

Alkohol hilft dir nicht beim Abschalten

Viele Menschen sitzen zusammen auf einer Bank. Im Bildausschnitt sind ihre Beine.
© Rawpixel.com / Fotolia

Das Belohnungssystem im Gehirn setzt unter Alkoholeinfluss Botenstoffe frei, die deine Anspannung in den Hintergrund treten lassen. Dadurch kann Alkohol „dämpfend“ und beruhigend wirken. Eigentlich genau das, was du willst. Oder?

Was auf den ersten Blick verlockend erscheint, kann jedoch schwerwiegende Folgen haben. Nicht nur, dass du dich höchstens kurzfristig entspannst und deine Sorgen am nächsten Morgen wieder da sind. Der Alkohol wirkt sich auch auf dein Gehirn und damit deine Lernfähigkeit aus.

 

Alkohol hindert dein Gehirn am Lernen

Mit Kreide auf eine Tafel gemalte Glühbirnen, die eine Idee symbolisieren.
© Marco2811 / Fotolia

Beim Lernen gelangen neue Informationen in dein Gehirn. Doch wenn du Alkohol trinkst, können sie nicht richtig gespeichert werden. Das gilt auch, wenn du abends nach dem Lernen Alkohol trinkst. Dein neues Wissen setzt sich deutlich schlechter im Gedächtnis fest.

Außerdem findet dein Körper durch den Alkohol nachts keine oder nur wenig Erholung. Und wer schlecht schläft, fühlt sich am nächsten Tag wie gerädert und kann sich nicht konzentrieren.

Was kannst du tun, wenn dir der Leistungsdruck zu viel wird

Such dir Unterstützung. Manchmal hilft es, deine Gedanken einfach mit jemandem zu teilen - zum Beispiel mit Ausbildungsbetreuern, Schul-Psychologen oder Mitarbeitern der Studienberatung.

 Mach dir einen Plan und eine To-Do-Liste. So kannst du dir genau überlegen, was du wann erledigst und lernst. Außerdem siehst du deinen Fortschritt.

 Sprich mit Freunden. Vielen von ihnen geht es bestimmt ähnlich wie dir. Vielleicht haben sie gute Tipps.

Nimm dir Zeit für dich. Bau bewusst Pausen ein, in denen du etwas machst, was dir wirklich Spaß macht. So schaffst du insgesamt mehr und arbeitest effektiver.

Beweg dich. Sport ist eine gute Idee, um sich auszupowern und auf andere Gedanken zu kommen.

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