Zum Hauptinhalt springen
kenn-dein-limit.info

UMFRAGEERGEBNIS: TRINKT IHR ANDERS ALS EURE ELTERN?

Über Jugendliche und ihren Alkoholkonsum werden regelmäßig Statistiken erstellt, wie zu Beispiel die repräsentative Studie der BZgA von 2015. Tendenzen werden beleuchtet, Schlüsse gezogen und oft auch Vergleiche zu früheren Generationen angestellt.

Wir wollten von euch wissen, wie das bei euch ist: Trinkt ihr anders als eure Eltern und wenn ja, wie anders?

Ihr habt umwerfend viele Stimmen abgegeben und eure Einstellung, Erfahrung und Meinung in zahlreichen Kommentaren geteilt – vielen Dank dafür! 

SO HABT IHR GEANTWORTET

Ja, ich trinke anders!

Die meisten von euch, nämlich 55 Prozent der Abstimmenden, haben angegeben, dass sie anders trinken als ihre Eltern. Und: In 57 von 140 Kommentaren haben wir gelesen, dass ihr tatsächlich mehr trinkt als eure Eltern – nur 17 von euch haben angegeben, dass sie weniger trinken. Was in weiteren 66 Kommentaren zur Sprache kam: Einige von euch trinken hochprozentigeren Alkohol und beschreiben die Eltern eher als die Genusstrinker, während sie selbst eher auf die Wirkung aus sind.

Andere Gelegenheiten, andere Getränke

Thema war auch, dass ihr zu anderen Gelegenheiten Alkohol trinkt, weil ihr mehr mit Freunden, auf Partys und in Bars unterwegs seid als eure Eltern. Da das oft am Wochenende stattfindet, haben einige von euch angegeben, dass ihr zwar seltener trinkt als eure Eltern, aber wenn, dann mehr. Ein weiterer Unterschied zur Generation der Eltern scheint auch im Geschmack zu liegen: ihr bevorzugt andere Getränke. Und es gab auch Kommentare, in denen ihr beschrieben habt, dass eure Eltern euch in Sachen Alkoholkonsum ein abschreckendes Beispiel abgeben und ihr euch deswegen ganz anders verhaltet.

Wie vorgelebt, so angenommen

21 Prozent von euch haben ihr Häkchen bei „Nein, sehr ähnlich“ gemacht – euer Alkoholkonsum entspricht also stark dem eurer Eltern. Die meisten Kommentare sagten aus, dass generell in euren Familien wenig oder auch gar nichts getrunken wird und ihr euch dem anpasst. Nur zwei von euch haben angegeben, dass der Konsum der Eltern hoch ist oder früher war und ihr das angenommen habt. Öfter erwähnt habt ihr aber, dass ihr zu ähnlichen Anlässen trinkt und dass es für euch und eure Eltern ein klares Limit gibt. Andere haben erwähnt, dass ihr Konsum ähnlich ist, die bevorzugten Getränke sich aber unterscheiden – bei wieder anderen ist es genau umgekehrt.

„Kann ich nicht sagen“

Einige von euch, 12 Prozent, waren sich nicht sicher, was die Gemeinsamkeiten und Unterschiede angeht. Dabei habt ihr kommentiert, dass ihr eher wenig trinkt, nicht genau wisst, wie viel eure Eltern so trinken und erwähnt, dass eure Gelegenheiten zum Alkoholtrinken sehr unterschiedlich sind von denen eurer Eltern oder ihr andere Getränke mögt.

Gute Gründe, gar nicht zu trinken

Nur 11 Prozent von euch haben angegeben, dass sie gar nicht trinken – die genannten Gründe sind allerdings vielfältig, ihr habt sehr viele Kommentare dazu abgegeben. Die meisten von euch haben in die Richtung kommentiert, dass sie Alkohol einfach nicht brauchen. Fast genauso viele von euch haben angegeben, dass sie keinen Alkohol trinkt, weil er gesundheitsschädlich ist oder weil sie Sportler sind und Alkohol nicht ins Trainingsprogramm passt.

Kontrollverlust? Nein danke.

In einigen Kommentaren gebt ihr an, dass ihr nicht trinkt, weil ihr die Wirkung von Alkohol nicht oder nicht mehr mögt: An- oder betrunken sein, die Kontrolle verlieren, nicht mehr klar im Kopf sein, nicht sicher nach Hause kommen – das sind die Gefahren, die ihr seht und die ihr für euch vermeiden wollt. Einigen von euch schmeckt Alkohol einfach nicht, andere haben einfach schlechte Erfahrungen mit Alkohol gemacht. Wieder andere haben angegeben, dass Eltern oder andere Verwandte zu viel trinken oder gar Alkoholiker sind – wir bedanken uns für eure Offenheit und finden es großartig, dass ihr euch für einen anderen Umgang mit Alkohol entschieden habt! Natürlich gibt es auch die Aussagen, dass die Eltern nicht trinken und ihr deswegen auch nicht. Manche konsumieren generell keine Drogen, müssen Medikamente nehmen oder die Religion verbietet Alkohol. Eure Gründe waren so vielfältig, dass wir sie nur grob zusammenfassen können. Einige ziehen andere Drogen dem Alkohol vor.

Andere Drogen als Alkohol

Bei allen Antwortmöglichkeiten haben wir Kommentare gefunden, in denen ihr angebt, dass ihr andere Drogen dem Alkohol vorzieht. Sei es, weil ihr die Wirkung nicht (mehr) mögt oder weil ihr davon ausgeht, dass zum Beispiel Cannabis weniger schädlich für den Körper sei..

Dazu lohnt es sich wirklich, sich schlau zu machen, zum Beispiel hier: http://www.drugcom.de/   
Denn Cannabis und andere Drogen sind ebenfalls gefährlich für den Körper wie Alkohol – nur anders.

Auch zum sogenannten Mischkonsum, bei dem zwei oder mehr Suchtmittel gleichzeitig oder kurz hintereinander konsumiert werden, gibt es Dinge, die ihr wissen solltet.

Fotos: © nettel9 / iStock; © siurtukovam / Fotolia; © Christian Müller / Fotolia

Analyse der Frage "Trinkt ihr anders als eure Eltern?"

Trinkt ihr anders als eure Eltern?


Auswertung aller Teilnahmen

"Ja, ganz anders."

55%

142 Argumente

"Ich trinke mehr mit Freunden als meine Eltern."

"Nein, sehr ähnlich."

21%

40 Argumente

"Ich trinke sehr ähnlich wie meine Mutter, als sie noch keine Kinder hatte."

"Kann ich nicht sagen."

12%

10 Argumente

"Meine Mutter trinkt nur zu Anlässen und mein Vater haut sich mindestens einmal die Woche (wenn es sein Terminkalender zulässt) die Hucke mit Whiskey voll. Ich trinke manchmal (1-5 Mal im Monat) gerne abends ein paar Flaschen leckeres Bier."

"Ich trinke überhaupt keinen Alkohol."

11%

101 Argumente

"Ich hab Alkoholiker erlebt, die durch ihren jahrzehntelangen Alkoholkonsum quasi "dement" geworden sind, und wenn man das seit frühester Kindheit gesehen hat, ist das schon eindrucksvoll sag ich mal. Zudem finde ich den Geschmack von Alkohol nicht gut."

 

Das könnte dich auch interessieren: