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UMFRAGEERGEBNIS: VON WEM LERNT MAN DEN UMGANG MIT ALKOHOL?

Ist es der Gruppendruck, der Menschen dazu bringt, sich zu betrinken? Oder ist das positive Bild von Alkohol in der Werbung verantwortlich dafür, dass sie Erfahrungen mit Alkohol machen wollen? Und was ist zum Beispiel mit Familienfesten, bei denen man seit frühester Kindheit angetrunkene Erwachsene beobachtet hat? Welchen Einfluss haben Geschwister oder enge Freunde, die gute und manchmal auch schlechte Vorbilder in Bezug auf Alkohol sind? Und wie wirken sich alle diejenigen auf das eigene Konsumverhalten aus, die kaum oder gar keinen Alkohol trinken?

In unserer Frage des Monats wollten wir von euch wissen: Wer oder was beeinflusst deine Art Alkohol zu trinken?

So habt ihr geantwortet:

Wer sich beim Alkoholkonsum beeinflussen lässt, der orientiert sich vor allem an seinen Freunden. 82 Prozent von euch gaben an, dass ihre engen Freunde bei ihrem Trinkverhalten eine Rolle gespielt haben. Nur 16 Prozent ließen sich nicht vom Freundeskreis beeinflussen.

Bei der Frage, welche Rolle der Bekanntenkreis und Menschen aus Schule, Ausbildung und Job spielen, sagte jeweils mehr als die Hälfte von euch, dass diese Personen „eher ja“ eine Auswirkung auf den eigenen Alkoholkonsum hatte. Bei der Bedeutung der Familie ist es umgekehrt: Die Eltern hatten nur bei 43 Prozent der Umfrage-Teilnehmer einen Einfluss auf das eigene Trinkverhalten, andere Familienmitglieder sogar nur 33 Prozent. Am unwichtigsten ist für euch, was ihr bei Stars mitbekommt oder in der Werbung seht. Nur 6 beziehungsweise 8 Prozent denken, dass ihr Trinkverhalten dadurch beeinflusst wurde.

Wieso orientieren wir uns beim Alkohol überhaupt an anderen?

Dass man sich von anderen beeinflussen lässt, sagt erst mal noch nichts darüber aus, ob positiv oder negativ. In euren Kommentaren zeigt sich, dass beide Richtungen möglich sind.

Die Eltern können zum Beispiel ein gutes Vorbild sein, wenn sie den Umgang mit Alkohol ausführlich erklären und offen mit dem Thema umgehen. Das hat bei einigen von euch dazu geführt, dass ihr verantwortungsbewusster mit Alkohol umgeht und wenig bis gar nichts trinkt. Umgekehrt können Eltern aber auch mit schlechtem Beispiel vorangehen – etwa, wenn sie Alkoholkonsum verharmlosen.

Eine große Rolle spielt für viele das Gefühl, sich beim Alkohol an andere anpassen zu müssen, um dazuzugehören. Das zeigen Kommentare wie „Wohne in einem Dorf, keine andere Wahl“ oder „Alkohol gehörte zum Leben dazu“. Ein Umfrage-Teilnehmer findet sogar, dass Nicht-Trinker gesellschaftlich ausgegrenzt werden und denkt, dass die Menschen aus Angst davor lieber mittrinken.

Diesen Anpassungsdruck spüren viele vor allem im Freundeskreis und im Umgang mit anderen etwa Gleichaltrigen. Umso wichtiger ist, dass man sich nicht gegenseitig unter Druck setzt, sondern mit Freunden offen über das Thema reden kann – das macht nämlich eine echte Freundschaft aus.

Legende

eher ja
eher nein
Ich weiß nicht.

Wer oder was hat deinen Alkoholkonsum beeinflusst?


Auswertung aller Teilnahmen

Meine Eltern

Andere Familienmitglieder

Meine engen Freunde

Mein Bekanntenkreis

Menschen aus Schule, Ausbildung oder Job

Werbung

Stars und Prominente

 

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