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Warum trinken wir Alkohol?

Warum trinke ich eigentlich Alkohol? Hast du dir diese Frage schon mal gestellt? Lockerer werden, Spaß haben, dazu gehören – es gibt viele mögliche Gründe. Gleichzeitig wissen wir, dass Alkohol uns schaden kann. Wir trinken trotzdem. Die positiven Effekte scheinen wichtiger als die möglichen negativen Folgen. Warum ist das so?

Alkohol gehört (in unserer Gesellschaft) dazu

© iko / Fotolia

Wenn Menschen zusammenkommen, wird getrunken. Kaum ein Anlass, an dem wir Familie oder Freunde treffen, kommt ohne Alkohol aus. Er ist in unserer Gesellschaft so fest verankert, dass man sich manchmal sogar rechtfertigen muss, wenn man nichts trinkt.

Wir wachsen in einem Umfeld auf, in dem Alkohol selbstverständlich ist und verharmlost wird. Irgendwann setzt sich dieses Bild auch in unseren Köpfen fest und wir übernehmen das. So eine allseits akzeptierte Idee nennt man „gesellschaftliche Norm“. Für Erwachsene ist es dann „normal“ Alkohol zu trinken. Wer ablehnt, wirkt verdächtig und vielleicht sogar unsympathisch.

Solche Normen haben eine starke Wirkung auf uns. Aber Normen verändern sich im Laufe der Zeit. Das kann man auch beim Thema Alkohol beobachten. Der Alkoholkonsum in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Was für unsere Großeltern noch Alltag war, zum Beispiel Wein oder Bier in der Mittagspause, ist heute eher die Ausnahme. Alkohol ist an den meisten Arbeitsplätzen tabu, auch zum Lunch.

Persönliche Trinkmotive

Weil Alkohol zu trinken „normal“ und sogar gesellschaftlich erwünscht ist, können wir der Lust auf ein Bier, ein Glas Sekt oder einen leckeren Cocktail nachgehen. Und jeder hat seine eigenen Gründe, warum er oder sie gerade trinkt. 

Mögliche Gründe für Alkoholkonsum:

Quelle: Sucht Schweiz

Studien zeigen, dass es einen Zusammenhang zwischen Trinkmotiven und riskantem Alkoholkonsum gibt. Menschen, die aus sich heraus Alkohol trinken (um Gefühle zu verstärken oder Probleme zu bewältigen) entwickeln häufiger einen problematischen Konsum, als Personen, die sozial sein oder sich anpassen wollen.

Natürlich entwickeln nicht alle gelegentlichen Verstärkungs- und Bewältigungstrinker eine Sucht. Wird Alkohol aber zum wichtigen Mittel, um mit Problemen umzugehen, ist Vorsicht geboten.

Warum trinken Jugendliche?

Im Großen und Ganzen trinken junge Menschen aus den gleichen Gründen, aus denen Ältere trinken. Spaß, lockerer werden, Feiern und Entspannung sind eure häufigen Antworten auf die Frage nach dem „Warum?“. Das ist auch in Ordnung, wenn man sein Limit kennt und Alkohol verantwortungsvoll konsumiert.

Wenn allerdings Gruppendruck oder einfach nur die Verfügbarkeit von Alkohol dazu führen, dass man trinkt, kann es gefährlich werden. Auf Flatrate-Partys oder bei Trinkspielen trinkt man möglicherweise mehr, als man will und verträgt. Unsere Empfehlung: Solche Situationen vermeiden – und wenn das nicht geht, vorher dein persönliches Limit festlegen und überlegen, wie du Alkohol danach ablehnen kannst.

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