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Alkohol und Agression – bei Männern

Alkohol und Aggression ist ein Thema, das Männer und Frauen betrifft. Beide haben aggressive Verhaltenstendenzen, die unter Alkoholeinfluss zum Ausbruch kommen oder sich verstärken können.

Fakt ist aber auch, dass der Großteil der Straftaten mit Gewalteinwirkung von Männern begangen wird. Männer werden außerdem laut offizieller Kriminalstatistik häufiger zu Opfern von Gewalt. Fast zwei Drittel aller Opfer von Körperverletzungen sind Männer.

Bei Gewalt gegen Menschen und Sachwerte (Vandalismus) ist oft Alkohol im Spiel – etwa ein Drittel der Tatverdächtigen steht bei diesen Delikten unter Alkoholeinfluss.

Ein Großteil der jungen Männer kennt sein Limit. Knapp die Hälfte der 18- bis 25-jährigen Männer trinkt zum Beispiel nur unregelmäßig Alkohol.

Dass Männer von dem Thema Alkohol und Aggression stärker betroffen sind, ist auch auf ihren Umgang mit Alkohol zurückzuführen: Statistisch betrachtet trinken Männer mehr und häufiger Alkohol als Frauen. Und sie verhalten sich riskanter, wenn sie etwas getrunken haben.

Auch gesellschaftliche Rollenbilder tragen dazu bei, dass Männer in ihrem Verhalten meist stärker „nach außen gerichtet“ sind als Frauen. Mehr dazu unter Wann ist ein Mann ein Mann?

Tipps, um Aggression besser in den Griff zu bekommen:

  • Oberste Regel, im Limit bleiben. Das ganz besonders für Personen, die schon mal die Erfahrung gemacht haben, dass bei ihnen durch Alkohol der Frust- und Aggressionspegel gestiegen ist.
  • Wenn Freunde oder Familienangehörige dich schon einmal darauf angesprochen haben, dass du dich negativ veränderst (z. B. aggressiv wirst), wenn du zu viel getrunken hast, solltest du diese Hinweise ernst nehmen. Menschen, die dich lange kennen und mögen, haben meist einen guten Blick und sind daran interessiert, dass es dir gut geht. Wenn du lieber mit einer neutralen Person oder einem Experten/einer Expertin über deine Situation sprechen möchtest, ist eine Beratungsstelle ein guter erster Anlaufpunkt. Die Gespräche dort sind kostenlos und anonym.
  • Für sich und den Alkoholkonsum ist man selbst verantwortlich. Dennoch ist es wichtig, auch auf die anderen in einer Gruppe achtzugeben. Tipps dazu im Menüpunkt „Andren helfen“.
  • Klar gibt es auch unter Freunden und in der Familie oder Partnerschaft immer mal wieder Streitereien und Auseinandersetzungen. Die sollte man aber nur in nüchternem Zustand führen – Enttäuschungen und Ärger sind sonst vorprogrammiert. Wer genügend Ideen hat, wie man auch ohne Alkohol bzw. andere Suchtmittel viel Spaß haben kann, bleibt nicht nur leichter im Limit. Man wird auch insgesamt zufriedener mit seinem Leben – und es gibt weniger Gründe, sich zu ärgern.

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