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20.000 Entscheidungen am Tag …


„Jeder trifft täglich bis zu 20.000 Entscheidungen ...“ – so fängt der neue Spot der Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit“ an, der seit dieser Woche in Kinos und natürlich auf unserer Website zu sehen ist. 

Im weiteren Verlauf des Videos werden dann einige dieser täglichen Entscheidungen gezeigt: angefangen von „Aufstehen oder Liegen bleiben?“ am Morgen bis zu der Entscheidung am Abend, mit dem Trinken „aufzuhören oder abzustürzen“.

 

… und nur die wenigsten davon sind bewusst

Fast alle unserer Entscheidungen werden automatisch und in Sekundenschnelle getroffen. Bei 20.000 Entscheidungen pro Tag wären wir auch schnell überfordert, wenn wir jedes Mal  bewusst über die Folgen des eigenen Handelns nachdenken müssten. Wie sinnvoll automatisch ablaufende Verhaltensmuster sind, zeigt das Beispiel „Autofahren“: Während in den ersten Fahrstunden jeder Handgriff noch ein konzentriertes Nachdenken erfordert, laufen die einzelnen Bewegungen später völlig automatisch ab, so dass man sich auf den Verkehr konzentrieren kann.

Dieses Prinzip lässt sich auf einen Großteil unseres Verhaltens und unserer täglichen Entscheidungen übertragen: Wir entwickeln Gewohnheiten, die wenig Bewusstsein erfordern und haben dadurch genügend Aufmerksamkeit für Neues und Überraschendes. Es ist also ganz schön praktisch, dass ein Großteil unseres Verhaltens automatisch und damit unterhalb der Bewusstseinsgrenze abläuft. 

Einen Nachteil gibt es allerdings: Verhaltensweisen können sich mit der Zeit tief einschleifen und sind oft nur schwer wieder veränderbar – leider auch solche, die man am liebsten wieder los werden würde.

 

Trinkgewohnheiten entwickeln sich schneller als viele denken   

Auch Alkohol wird von vielen Menschen gewohnheitsmäßig getrunken. Ein Beispiel ist das Bier zum Feierabend oder regelmäßige Treffen mit Freunden, die oft nach gleichen Mustern ablaufen. 

Der Konsum von Alkohol ist häufig auch eng mit bestimmten Gefühlen und Stimmungen verknüpft. Während es bei Partys meist darum geht, positive Stimmungen zu verstärken, sollen beispielsweise beim Frustsaufen negative Gefühle abgebaut werden. Wenn Alkohol getrunken wird, um die eigene Stimmung zu beeinflussen, lohnt es sich, einmal genauer hinzuschauen – denn daraus können sich besonders schnell Gewohnheiten entwickeln. 

Auch der Körper gewöhnt sich rasch an die Wirkung des Alkohols. Die Folge: Mit der Zeit wird mehr Alkohol benötigt, um dieselbe Wirkung zu erzielen. Experten sprechen dann von einer sogenannten „Alkoholtoleranz“.

Wenn jemand also regelmäßig und zunehmend größere Alkoholmengen trinkt, sollte er bzw. sie sich einmal mit dem eigenen Trinkverhalten beschäftigen.

 

Den Trinkgewohnheiten auf die Spur kommen – mit dem Alkohol Diary

Obwohl vielen Menschen ihre Trinkgewohnheiten nicht bewusst sind – man kann ihnen auf die Spur kommen. Zum Beispiel indem man über einen bestimmten Zeitraum einmal aufschreibt, wann, in welcher Stimmung und wie viel Alkohol man trinkt. Besonders einfach geht das mit dem Alkohol Diary. Das Alkohol Diary hilft dabei, sich über die persönlichen Trinkgewohnheiten klarer zu werden und sich bewusst zu machen, welche Entscheidungen man eigentlich zum Thema Alkohol trifft. Einfach mal ausprobieren. 

 

Eure Entscheidungen zum Thema Alkohol

Neben vielen „kleinen“ Entscheidungen, die im Alltagsstrom oft untergehen, gibt es natürlich auch solche, an die man sich gut erinnern kann – zum Beispiel weil sie besonders wichtig waren oder die Situation anders als sonst.

Wir würden gerne mehr über Entscheidungen erfahren, die ihr zum Thema Alkohol getroffen habt. Gibt es Entscheidungen, auf die ihr stolz seid oder über die ihr euch freut? Habt ihr schon einmal eine Entscheidung bereut? Und: Würdet ihr euch in der gleichen Situation heute vielleicht anders entscheiden? Diskutiert im Forum mit uns und anderen Usern über eure Entscheidungen zum Thema Alkohol.