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Alkohol schadet schon beim Training


Zwei junge Menschen beim Training im Freien.

Es gibt schon einige Studien zu dem Thema und inzwischen hat es sich auch bei vielen herumgesprochen: Alkohol kann den sportlichen Erfolg gefährden. Viele Sportler verzichten deshalb am Tag vor einem Spiel oder Wettkampf ganz auf Alkohol.

Aber auch in der Trainingsphase sollte man vorsichtig mit Alkohol umgehen. Denn wie fit jemand ist, hängt entscheidend davon ab, wie gut er oder sie vorher trainiert hat – und wie viel Alkohol in dieser Zeit getrunken wurde. Davon ist Prof. Cameron-Smith von der University of Auckland (Neuseeland) überzeugt. In der englischen Zeitung „The Guardian“ erklärt er, dass größere Mengen Alkohol die Effekte anstrengender Trainingsessions zunichte machen können. Vor allem Rauschtrinken (wenn also innerhalb kurzer Zeit viel Alkohol getrunken wird) kann Sportler in ihrem Trainingsstand zurück werfen – und das gleich für einen längeren Zeitraum. Die durchzechte Nacht wirkt also auch dann noch nach, wenn der Kater schon längst vorbei ist,

Welche konkreten Wirkungen hat Alkohol nun auf den trainierenden Körper? Als erstes spricht der Wissenschaftler einen Punkt an, den die meisten sicherlich erst einmal nicht mit Schweiß und Muskeltraining in Verbindung bringen werden: den Schlaf. Größere Mengen Alkohol verändern nämlich den natürlichen Ablauf der Schlafphasen. Das hat nicht nur zur Folge, dass man am nächsten Tag unausgeschlafen ist. Schlechter Schlaf führt auch dazu, dass der Körper weniger Glykogen speichert. Volle Glykogenspeicher sind aber eine wichtige Voraussetzung für sportliche Leistungen, denn Glykogen versorgt den Körper mit Energie. Und beim Sport wird besonders viel Energie benötigt. Klarer Fall: Wenn der „Treibstoff“ ausgeht, zeigt auch die sportliche Leistungskurve nach unten.

Aber es passiert noch mehr im Schlaf, wenn vor dem Zubettgehen Alkohol getrunken wurde. Der Körper produziert dann auch verstärkt das Stresshormon Kortisol. Und dieses Stresshormon mögen vor allem die Muskeln nicht. Denn Kortisol kann die Produktion eines weiteren Hormons, des sogenannten „Wachstumshormons“ im Körper um bis zu 70 Prozent senken. Und das Wachstumshormon ist wiederum notwendig für den Aufbau und die Reparatur von Muskelgewebe.

Damit ist die Liste der Auswirkungen von (vor allem größeren Mengen) Alkohol auf die körperliche Fitness aber noch nicht zu Ende. Mehr Infos gibt es im zweiten Teil der News.

Quelle:

http://www.theguardian.com/lifeandstyle/the-running-blog/2014/apr/23/how-does-alcohol-affect-athletic-performance