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Alkohol und Hitze: gefährliche Kombination


Das Thermometer zeigt schon über 30 Grad und dieses Wochenende steht uns laut Wettervorhersage der Höhepunkt der ersten „Hitzewelle“ in diesem Jahr bevor. Da heißt es Anstrengungen vermeiden, Schatten suchen und vor allem darauf achten, dass wir genügend trinken. Und auch beim Alkohol gibt es bei diesen Temperaturen  besondere Risiken, die man vermeiden sollte.

Hier unsere drei Tipps, damit ihr gut durch das Sommerwochenende kommt:

1) Den Durst nur alkoholfrei löschen!

Wenn es heiß ist, braucht unser Körper sehr viel Flüssigkeit, um die Körpertemperatur regulieren zu können. Mit Alkohol entziehen wir dem Körper aber Wasser und Mineralien. Ein scheinbar erfrischendes Bier kann also dafür sorgen, dass wir mit der Hitze noch mehr zu kämpfen haben. Und wer sein Bier nur eiskalt mag, macht noch einen zweiten Fehler. Da kalte Getränke im Körper erwärmt werden müssen, senden wir damit das Signal „mehr Wärme produzieren“.

Besser keinen oder nur sehr wenig Alkohol trinken und den Verlust an Flüssigkeit durch vermehrtes Trinken alkoholfreier Getränke ausgleichen.

2) Weniger und langsamer Alkohol trinken!

Bei Hitze wirkt Alkohol schneller und intensiver. Das hat damit zu tun, dass sowohl Alkohol als auch Wärme dafür sorgen, dass sich unsere Blutgefäße erweitern. Die Folge dieser doppelt gefäßerweiternden Wirkung: Der Blutdruck sinkt, wir fühlen uns schlapp und in extremen Fällen kann man sogar bewusstlos werden.

Daher kann es sein, dass ihr an heißen Tagen Alkohol schlechter vertragt als sonst. Wer sich zurücknimmt, geht da auf Nummer sicher.

3) Vorsicht beim Sprung ins kalte Wasser!

Schon kleine Mengen Alkohol erhöhen die Gefahr, dass wir uns überschätzen. Unbekannte Gewässer sind dann auf jeden Fall tabu, und auch die Abkühlung im heimischen See birgt Risiken. Denn mit Alkohol im Blut fällt die Koordination schwerer und auch die Orientierungsfähigkeiten lassen nach.

Auch wenn die nasse Abkühlung an einem lauen Sommerabend besonders reizvoll scheint, ist hier Vorsicht geraten. Wenn die Temperaturunterschiede zwischen Wasser und Luft zu groß werden, z.B. weil das Wasser im See viel schneller abkühlt als die heiße Luft, kann es wegen der durch Alkohol und Hitze geweiteten Blutgefäße zu einem Kälteschock kommen. Dann muss die betroffene Person sofort aus dem Wasser gerettet werden. 

 

Bildnachweise: Vorschaubild @Artenauta / Fotolia, Artikel @Syda Productions / Fotolia