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Alkoholkonsum von Jugendlichen – warum ist das Thema wichtig?


Gespräch zwischen jungen Leuten im Park.

Warum beschäftigen sich einige Wissenschaftler eigentlich ganz speziell mit dem Alkoholkonsum von Jugendlichen? Und warum gibt es eine eigene Kampagne, die sich an Jugendliche richtet? Diese Fragen haben wir am Ende des ersten Teils dieser News gestellt. 

Wir haben einmal ein paar Gründe gesammelt, warum es trotzdem sinnvoll sein kann, sich ganz gezielt mit dem Thema „Alkohol und Jugendliche“ zu befassen:

  • Grund Nr 1: Je früher Menschen in ihrem Leben beginnen, Alkohol zu trinken, desto stärker neigen sie in ihrem späteren Leben zu einem riskanten Trinkverhalten. Das hat man in Untersuchungen herausgefunden. Riskant ist vor allem hoher Alkoholkonsum in der Pubertät, also der Lebensphase der sexuellen Reifung. Mehr Infos dazu gibt es hier. Noch mehr Forschung ist notwendig, um die Zusammenhänge noch genauer zu verstehen. Junge Leute sollten frühzeitig auf ein mögliches Risiko durch Alkohol (vor allem im Jugendalter) aufmerksam gemacht werden – ein wichtiger Grund für spezielle Aufklärungsangebote für Jugendliche. 
  • Das gilt auch für unseren Grund Nr 2: Man geht davon aus, dass bestimmte Hirnregionen, insbesondere das für Entscheidungen und Impulskontrolle zuständige Stirnhirn, noch bis über das 20. Lebensjahr hinaus heranreifen. Alkohol kann diese Reifungsprozesse im Gehirn beeinträchtigen. Auch darüber sollten Jugendliche Bescheid wissen.
  • Grund Nr 3: Im Alter von 16 Jahren dürfen Jugendliche zum ersten Mal selber Bier oder Wein kaufen, ab 18 dann Spirituosen. Sie sollten wissen, wie viel Alkohol in bestimmten Getränken enthalten ist und wie die Wirkung von Alkohol ist. Kampagnen wie „Alkohol? Kenn dein Limit.“ wollen darüber aufklären.
  • Grund Nr. 4: Im Straßenverkehr sind junge Erwachsene, vor allem junge Männer, eine Hauptrisikogruppe. 18- bis 24-jährige Männer verursachen so viele AKenn-dein-Limit-Kampagne aufmerksam machen.

Fazit:

Alkohol ist für die gesamte Gesellschaft ein Thema. Daneben gibt es noch ein paar spezielle Gründe für Jugendliche, sich kritisch mit dem Thema und ihrem eigenem Konsum auseinanderzusetzen. 

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Siehe auch:

Dawson, D. A., Goldstein, R. B., Patricia Chou, S., June Ruan, W. and Grant, B. F. (2008), Age at First Drink and the First Incidence of Adult-Onset DSM-IV Alcohol Use Disorders. Alcoholism: Clinical and Experimental Research, 32: 2149–2160. doi: 10.1111/j.1530-0277.2008.00806.x