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Amerikanische Studie: Alkohol beeinträchtigt Heilungsprozess nach Knochenbruch


Junger Mann mit gebrochenem Bein sitzt auf einem Sofa.

Alkohol erhöht die Unfallgefahr und damit auch das Risiko für einen Knochenbruch – ob im Straßenverkehr, als Folge einer Schlägerei oder zum Beispiel, wenn jemand im Alkoholrausch unglücklich fällt. Amerikanischen Wissenschaftlern zufolge steigt durch übermäßigen Alkoholkonsum aber nicht nur das Verletzungsrisiko – auch der Heilungsprozess von gebrochenen Knochen wird durch Alkohol beeinträchtigt. 

Zu dieser Erkenntnis sind Wissenschaftler durch einen Versuch mit Mäusen gekommen, denen sie eine höhere Dosis Alkohol verabreichten. Einer Vergleichsgruppe wurde statt Alkohol eine Salzwasserlösung zu trinken gegeben. 

Es zeigte sich, dass bei den Tieren, die Alkohol konsumiert hatten, die Knochen nach einem Bruch schlechter zusammenwuchsen als bei den abstinent gebliebenen Mäusen. Eine Untersuchung ergab, dass bei den „Alkohol-Mäusen“ nach einem Bruch weniger Knochengewebe nachgebildet wurde. Außerdem entpuppte sich der neue Knochen als weniger belastbar. 

Bei einem Knochenbruch werden spezielle Proteine produziert, die wichtig sind für die Neubildung von Knochengewebe. Offenbar beeinträchtigt Alkohol auch diesen Prozess – zumindest wurden bei den Mäusen mit Alkoholerfahrung weniger von den betreffenden Proteinen nachgewiesen. 

Eine schlechterer Heilungsprozess nach einem Knochenbruch: ein weiterer Grund, beim Alkohol im Limit zu bleiben, mal ganz abgesehen von dem höheren Unfallrisiko.  

In Teil 2 der News verraten wir euch, wie stark das Unfallrisiko ansteigt, wenn jemand Alkohol getrunken hat. 

Quelle:

Loyola University Health System (2013, October 6). How binge drinking impairs healing of broken bones. ScienceDaily. Retrieved October 28, 2013, from http://www.sciencedaily.com