Zum Hauptinhalt springen

Amerikanische Studie: Wer sich gut selber kontrollieren kann, ist zufriedener im Leben


Eine junge Frau über der eine einer Gedanken-Wolke mit einem durchgestrichenes Weinglas schwebt.

Selbstkontrolle – das klingt erstens ziemlich vernünftig, zweitens nach Verzicht und drittens so gar nicht nach Spaß, oder? Das leckere Stück Kuchen auf dem Teller vor mir nicht zu probieren, das angebotene Glas Sekt nicht zu nehmen oder an der Spielkonsole einfach vorbeizugehen: Eigentlich würde man erwarten, dass diese Form von Selbstbeherrschung auf Dauer unzufrieden macht.

Umso erstaunlicher ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von amerikanischen Psychologen. Sie fanden heraus, dass Menschen, die gut Verlockungen widerstehen können, insgesamt zufriedener sind als andere, die sich weniger gut unter Kontrolle haben und ihrem Verlangen immer wieder nachgeben.

Die Wissenschaftler befragten über 400 Personen danach, wie oft sie in ihrem Alltag spontane Bedürfnisse kontrollieren. Daraus leiteten sie ab, ob es sich um Personen mit wenig Selbstkontrolle (Personen, die spontanen Bedürfnissen oft nachgeben) oder eher viel Selbstkontrolle (Personen, die eher selten spontanen Bedürfnissen nachgeben) handelte. Parallel dazu erhoben die Wissenschaftler, wie zufrieden die Menschen allgemein mit ihrem Leben waren und wie oft sie über positive Emotionen in ihrem Alltag berichteten. Die Menschen mit hoher Selbstkontrolle waren alles in allem zufriedener und berichteten häufiger über positive Gefühle, so das Ergebnis der amerikanischen Untersuchung. Wie lässt sich dieses Ergebnis erklären? Und: Macht es auf Dauer also zufriedener, sich zurückzuhalten und zum Beispiel im Limit zu bleiben?

 

Das könnte dich auch interessieren:

Leichter im Limit bleiben – indem man Verlockungen aus dem Weg geht

Im Limit bleiben – das lässt sich trainieren

Quellen:

http://www.thepsychologist.org.uk/archive/archive_home.cfm/volumeID_25-editionID_210-ArticleID_1997-getfile_getPDF/thepsychologist/0202baum.pdf

Practicing self-control lowers the risk of smoking lapse. Muraven, Mark Psychology of Addictive Behaviors, Vol 24(3), Sep 2010, 446-452. doi:10.1037/a0018545