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And the winner is ...


Die Preisträger des 1. Bundeswettbewerbs Alkoholprävention stehen fest. Der Wettbewerb wurde im Rahmen unserer Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ ausgerichtet und trug das Motto „Innovative Projekte umsetzen – nachhaltig wirken“. Das Interesse an dem Wettbewerb war riesig – insgesamt 150 Beiträge aus Städten und Gemeinden in ganz Deutschland wurden eingereicht. 14 Projekte wurden daraufhin als „besonders herausragend“ nominiert, acht hiervon wurden jetzt in Berlin mit einem Preis ausgezeichnet. 

Partyspaß und dabei im Limit bleiben – das Projekt „Neue Festkultur“ macht vor, wie das geht 

Der Hauptpreis ging an das Projekt „Neue Festkultur“, das vor sieben Jahren in Sigmaringen (Baden-Württemberg) ins Leben gerufen wurde und zeigt, wie man beim Alkohol im Limit bleiben und gleichzeitig gute Partys feiern kann. 

Gemeinsam feiern und Spaß haben – davon konnte vor dem Start des Projekts in Sigmaringen keine Rede sein. Im Gegenteil: Als Folge von zu hohem Alkoholkonsum wurden vermehrt Gewaltfälle verzeichnet und immer mehr Jugendliche mussten wegen einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Von Jugendlichen selbst organisierte Partys wurden häufig von der Polizei beendet, zum Teil organisierten junge Leute „Gegenfeste“ in direkter Nähe zu öffentlichen Feiern.

Getrennte Feiern und Partys, die regelmäßig außer Kontrolle geraten? So stellten sich die Begründerinnen und Begründer des Sieger-Projekts, das Forum „Jugend/ Soziales/ Prävention e.V“, die Festkultur in ihrem Ort nicht vor: Das war die Geburtsstunde von „Neue Festkultur“. 

Gemeinsam eine „Neue Festkultur“ schaffen 

Aber wie macht man das – eine neue Partykultur einführen? Zunächst einmal mit viel Geduld und Überzeugungsarbeit, wie es in einem Porträt des Projekts heißt. Und vor allem mit der Unterstützung aller Beteiligten: den Veranstaltenden von Festen, den Behörden und den Jugendlichen und Erwachsenen vor Ort. Es wurde viel diskutiert und beraten, bis das Konzept „Fair Fest“ stand. „Fair Fest“ setzt auf vielen Ebenen an: Veranstalterinnen und Veranstalter von Festen werden regelmäßig geschult und können einen Fairfest-Gütesiegel erhalten. Jugendliche, die wegen einer Alkoholvergiftung in einem Krankenhaus waren, werden in Gruppen betreut. Und Jugendgruppen, die eine Feier machen möchten, werden bei der Planung von Partys unterstützt, bei denen nicht der Alkohol, sondern das gemeinsame Feiern im Mittelpunkt steht. Die Idee von „Neue Festkultur“ ging auf – eine Untersuchung konnte zeigen, dass Veranstaltende mit dem Verlauf ihrer Partys zufriedener sind und die Polizei seltener wegen Ausschreitungen auf Feiern ausrücken muss.

Kreativität und aktive Beteiligung von Jugendlichen auch bei anderen Projekten

Eine aktive Beteiligung von Jugendlichen – das zeichnet viele der prämierten Projekte aus. Unter dem Motto „Starker Wille statt Promille“ (ein Projekt des Bayerischen Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung) haben Jugendliche beispielsweise interaktive Videoclips zum Thema Alkohol erdacht und mit produziert. Auch der Wettbewerb „Musikrausch“ vom Caritasverband Osnabrück setzt auf die Kreativität von Jugendlichen. An dem Song Contest können Jugendliche teilnehmen, die sich musikalisch mit dem Thema Alkohol auseinandergesetzt haben. 

Gratulation an alle Nominierten und Prämierten 

Ebenfalls unter den Preisträgern: Die Handy-App. „HaLT Alkohol Notfall“ mit Spiel, Infos und Notfallplan, die von den Diakonischen Werken Herzberg und Osterode, Osterode/Harz (Niedersachsen) entwickelt wurde. Die weiteren prämierten Preisträger sowie die Nominierten des Wettbewerbs findet ihr hier. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott und PKV-Verbandsdirektor Dr. Volker Leienbach gratulierten den Preisträgerinnen und Preisträgern bei der Veranstaltung in Berlin zu ihren herausragenden Leistungen.

Alle Informationen zum Bundeswettbewerb Alkoholprävention findet Ihrhier.