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Corona-Hamsterkäufe: Ist Alkohol das neue Klopapier?


Hamsterkäufe sind nicht nur ärgerlich für alle, die nichts mehr bekommen, sondern auch unnötig. Niemand muss Angst haben, dass es bald keine Lebensmittel mehr gibt. „Kauf nur, was du brauchst“ ist angesagt. Trotzdem kaufen viele Menschen noch immer auf Vorrat ein.

Alkoholnachfrage weltweit gestiegen

Nudeln, Fertiggerichte, Klopapier, Küchenrolle, Obst, Eier, Kartoffeln, Reis, Mehl, Alkohol. Das sind die 10 Produkte, von denen Deutsche laut einer Umfrage momentan bewusst mehr einkaufen als sonst. Alle dieser Waren sind Lebensmittel oder Hygieneartikel – bis auf Alkohol.

Das ist auch anderswo so: Von Italien und Spanien über die Schweiz bis Grönland und Australien hamstern die Menschen neben lebensnotwendigen Dingen auch alkoholische Getränke. Und zwar teilweise in solchen Mengen, dass z. B. Australien bereits Verkaufsbeschränkungen eingeführt hat.

Alkohol hamstern: Überflüssig und gefährlich

Aber was sind die Gründe für den Run auf Bier, Wein und Co.? Zum einen gehen Gerüchte um, Trinkalkohol helfe gegen Corona oder sei als Desinfektionsmittel geeignet. Achtung: Beides stimmt absolut nicht und ist ebenso nutzlos wie gefährlich. Wenn du Alkohol trinkst, schwächst du damit dein Immunsystem und zum Desinfizieren taugt er ebenfalls nicht.

Ein weiterer Grund: In Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und #wirbleibenzuhause fallen viele Beschäftigungsmöglichkeiten weg. Kein Teamsport, keine Konzerte, keine Parties, kein Sitzen im Café. Einige Menschen greifen deshalb im Supermarkt verstärkt zu Alkohol, um Langeweile und Lagerkoller zu entfliehen.

Das ist ebenfalls keine gute Idee, denn Alkohol kann keine Probleme lösen. Weil er außerdem aggressiv machen kann, werden Streit und Konflikte zu Hause wahrscheinlicher – vor allem, wenn sich die ganze Familie ständig unter einem Dach aufhält.

Unterstützung in der Krise

Trotz der aktuellen Situation und selbst, wenn du ganz allein in Quarantäne bist, gibt es viele spannende, spaßige und auch sinnvolle Dinge, mit denen du dich beschäftigen kannst – sogar mit anderen Menschen zusammen, sodass du dich nicht einsam fühlst.

Falls du dir Gedanken über deinen Alkoholkonsum machst oder mitbekommst, dass jemand anders ähnliche Probleme hat, kannst du dich vertrauensvoll und anonym an das BZgA-Infotelefon wenden. Bleib gesund!