Zum Hauptinhalt springen

Corona-Pandemie: Trinken jetzt alle mehr Alkohol?


Wie wirkt sich die Situation rund ums Corona-Virus darauf aus, wie viel Alkohol getrunken wird? Eine große Umfrage liefert erste Anhaltspunkte.

Jede*r geht anders mit der „neuen Normalität“ in Zeiten von Corona um. Manche Menschen kommen gut mit den veränderten Gegebenheiten klar, andere gar nicht und wieder andere brauchen noch Zeit, um sich anzupassen.

Aber wirkt sich das auch auf die Trinkgewohnheiten aus? Um Hinweise darauf zu bekommen, hat der Global Drug Survey (eine weltweite Umfragereihe rund um Alkohol und Drogen) eine Sonderumfrage zum Thema Corona durchgeführt und erste Ergebnisse bekanntgegeben.

So beeinflusst die Pandemie das Trinkverhalten

Von den ca. 19.000 befragten Umfrageteilnehmer*innen aus Deutschland gaben über 60% an, dass sich ihr Alkoholkonsum seit Beginn der Corona-Pandemie verändert hat. Dabei trinkt etwa jede*r Vierte nach eigener Aussage „deutlich weniger“ oder „weniger“. Allerdings sagen 30% der Befragten, dass ihr Alkoholkonsum „etwas gestiegen“ sei, bei fast 11% ist er sogar „deutlich gestiegen“.

Es gibt also keinen einheitlichen Trend, obwohl das die steigenden Verkaufszahlen von alkoholischen Getränken nahelegen. Letzteres liegt aber auch daran, dass gerade in der Corona-Anfangszeit eben nicht nur Toilettenpapier „gehamstert“ wurde.

Die Gründe: Ängste, Langeweile, geschlossene Bars und Clubs

Im Rahmen der Umfrage des Global Drug Survey gab knapp über die Hälfte aller Teilnehmer*innen an, dass die Situation rund um das Corona-Virus ihnen im Alltag Probleme und Sorgen bereitet. Die Befragten, die seit Beginn der Pandemie mehr Alkohol trinken, tun das nach eigener Aussage oft aufgrund von Corona-bedingten Ängsten oder Stress – oder weil sie mehr Zeit haben und ihnen langweilig ist. Letzteres führt auch dazu, dass etwa ein Viertel der „Mehrtrinker*innen“ früher am Tag als sonst Alkohol trinkt.

Und diejenigen, die in Zeiten von Corona seltener trinken? Die sagen, dass es für sie aktuell einfach weniger Situationen gibt, in denen sie sonst zu Bier, Wein und Co. greifen. Große Partys finden nicht statt, Treffen mit Freunden sind rar, viele Bars und Clubs nach wie vor geschlossen.

Wer trotz oder gerade wegen Corona ganz bewusst im Limit bleibt, lebt aber definitiv gesünder: Das Virus und alkoholische Getränke sind grundsätzlich keine gute Kombination. Und gegen Einsamkeit hilft Alkohol ebenso wenig wie gegen Langeweile.

Vertrauenswürdige Informationen rund um den Umgang mit dem Corona-Virus findest du auf www.infektionsschutz.de

Zum Nachlesen

_______________________________