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Der Alkohol-Kalorienzähler


Der Alkohol-Kalorienzähler gehört zu den beliebtesten Angeboten dieser Website. Gleichzeitig gibt es Stimmen, die vor einer übertriebenen Beschäftigung mit dem Kaloriengehalt von Getränken und Lebensmitteln warnen. So erreichte uns vor einigen Wochen die Nachricht einer Userin, die befürchtete, dass ein Angebot wie der Kalorienzähler indirekt Essstörungen fördern könnte. Anlass genug, sich mit dem Thema „Alkohol und Kalorien“ einmal intensiver zu beschäftigen und auf kritische Einwände einzugehen. 

Alkohol wird häufig verharmlost

„Alkohol? Kenn dein Limit“ möchte dazu beitragen, dass Jugendliche und junge Erwachsene bewusster mit Alkohol umgehen. Das zu vermitteln ist gar nicht so einfach, denn Alkoholkonsum wird in unserer Gesellschaft häufig verharmlost. So gehört er bei vielen gesellschaftlichen Anlässen (Geburtstage, Partys, Feiern zur bestandenen Prüfung usw.) fast „automatisch“ dazu. Und auch die Werbebotschaften der Alkoholindustrie sorgen dafür, dass Alkohol fast ausschließlich mit positiven Dingen wie Spaß und Geselligkeit verbunden wird. Die möglichen Folgen von zu viel Alkohol werden dagegen selten thematisiert. 

Über das Thema „Kalorien“ ins Gespräch kommen

Auch viele Jugendliche und junge Erwachsene machen sich keine weiteren Gedanken über ihren Alkoholkonsum. Um ein erstes Bewusstsein dafür zu schaffen, dass der Konsum von – vor allem größeren – Mengen Alkohol auch Folgen hat, bietet sich unter anderem das Thema „Kalorien“ an.

Denn mit diesem Thema haben sich viele Jugendliche bereits beschäftigt. Wenn sie zum Beispiel hören, dass ein Glas Bier in etwa so viele Kalorien hat wie eine kleine Schale Pommes, kommen manche von ihnen ins Grübeln – und denken oft zum ersten Mal über ihren Alkoholkonsum nach. Auch die Peers der Kampagne berichten immer wieder, dass über dieses Thema ein Nachdenken über das eigene Trinkverhalten angestoßen werden kann. 

„Leere Kalorien“ im Alkohol

Das Thema Kalorien sollte jedoch keine „übergroße“ Bedeutung bekommen und vor allem im Zusammenhang mit Gesundheit gesehen werden: Größere Mengen Alkohol schaden dem Körper und liefern ihm trotz des hohen Kaloriengehalts keine wichtigen Stoffe wie Vitamine oder Spurenelemente.

Die Kalorien von alkoholischen Getränken und Lebensmitteln können also auch nicht einfach „miteinander verrechnet“ werden. Und schon gar nicht sollte man auf die Idee kommen, Kalorien beim Essen einzusparen, um dafür Alkohol zu trinken. Das kann sogar richtig gefährlich werden, denn der Alkohol wird schneller in den Blutkreislauf aufgenommen, wenn der Magen leer ist, so dass man auch schneller die Kontrolle verliert.   

Eigenes Webportal zu Essstörungen

Essstörungen wie etwa Magersucht oder Bulimie sind ernstzunehmende Erkrankungen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die auch für die „Alkohol? Kenn dein Limit“-Kampagne verantwortlich ist, hat in einem eigenen Webportal die wichtigsten Informationen und verschiedene Unterstützungsangebote zum Thema Essstörungen zusammengefasst. Die Internetseite richtet sich an Betroffene, aber auch an Angehörige und Lehrer.

Für persönliche Gespräche – natürlich vertraulich und anonym – gibt es das Beratungstelefon der BZgA:
0221-89 20 31
(Preis entsprechend der Preisliste Deines Telefonanbieters für Gespräche in
das Kölner Ortsnetz)

Mo.–Do. 10.00–22.00 Uhr
Fr.–So. 10.00–18.00 Uhr

Bewusster und gesunder Umgang mit Alkohol

Eine einseitige und übertriebene Beschäftigung mit dem eigenen Körpergewicht und den Kalorien von Lebensmitteln und Getränken ist also in jedem Fall kritisch zu sehen. Der Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ geht es dagegen um einen bewussten und gesunden Umgang mit Alkohol. Der Kalorienzähler soll dabei zu einer spielerischen Auseinandersetzung mit den Eigenschaften und Folgen von Alkohol einladen, genauso wie der Einheitenrechner und das Alkohol Diary.