Zum Hauptinhalt springen

„Die Peer-Aktion kommt bei den Leuten super an.“


Im Gespräch mit Ole über seine ersten Erfahrungen als „Alkohol? Kenn dein Limit.“-Peer:

Ole, du bist in diesem Sommer zum ersten Mal als Peer für die Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ unterwegs. Was macht Ihr genau und wie waren deine ersten Erfahrungen als Peer?
Als „Alkohol? Kenn dein Limit."-Peers sprechen wir mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen über das Thema Alkohol. „Peer“ bedeutet so viel wie „gleichaltrig“. Wir sind ungefähr im gleichen Alter wie unsere Gesprächspartner, dadurch können wir mit ihnen auf Augenhöhe reden – auch über ganz persönliche Erfahrungen, die sie mit Alkohol gemacht haben. Wir sind in Innenstädten, auf Sportevents oder Festivals unterwegs und gehen dort auf die Jugendlichen zu. Weil wir die Leute in ihrer Freizeit antreffen, sind die Gespräche locker und überhaupt nicht belehrend.
Meine ersten Erfahrungen waren sehr positiv. Die meisten Jugendlichen finden die Peer-Aktion interessant und reden ganz offen mit uns.

Was hat dich dazu motiviert, dich als Peer zu bewerben?
Ich habe durch einen Freund von der Peer-Maßnahme erfahren, mich hat das Thema sofort angesprochen. Ich finde es wichtig, dass Jugendliche über ihren Alkoholkonsum nachdenken und verantwortungsvoll damit umgehen.
Ich profitiere auch persönlich von der Arbeit: Auf unbekannte Leute zugehen und ein offenes Gespräch mit ihnen führen – das lernt man als Peer ganz schnell. Außerdem kommen wir überall in Deutschland herum. Am meisten motiviert es mich aber, wenn ich merke, dass ich in einem Gespräch etwas erreicht habe.

Wie kommt ihr mit den Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen ins Gespräch?
Die „Alkohol? Kenn dein Limit"- Kampagne ist den meisten Leuten bekannt. Das erleichtert den Einstieg in das Gespräch natürlich. Wir haben einen Touch-Player dabei, auf dem wir die beiden TV-Spots zeigen können – spätestens dann wissen alle Bescheid, um was es geht. Auf dem Player haben wir auch ein spezielles Alkohol-Wissens-Quiz. Das macht den Leuten echt Spaß. Besonders in größeren Gruppen entwickelt sich schnell ein Wettstreit, wer mehr weiß. Als Dankeschön gibt es ein kleines Geschenk.
Mein bisheriges Fazit: Die Aktion kommt bei den Leuten super an. Viele klicken nach dem Gespräch auch noch auf die Website, um sich weiter zu informieren. Und um sich die Fotos anzugucken, die wir von ihnen gemacht haben.


Welche Themen interessieren eure Gesprächspartnerinnen und -partner am meisten?
Das ist wirklich ganz unterschiedlich und kommt ganz darauf an, wem man gegenüber steht. Einige sind richtig wissbegierig, diskutieren und fragen viel nach. Meist geht es dabei um direkte Folgen des Alkoholkonsums. Langfristige, zum Beispiel gesundheitliche Konsequenzen des Trinkens stehen für viele erst einmal nicht im Vordergrund. Dass der Alkohol vom Vortag die geistige und körperliche Fitness einschränken kann oder wie viele Kalorien in einem Drink sind, interessiert dagegen fast alle. Viele erzählen auch sehr persönliche Geschichten, zum Teil auch darüber, wie sie aus Fehlern gelernt und ihren Umgang mit Alkohol verändert haben.

Gerade junge Leute berichten immer wieder über Gruppendruck, wenn es um das Thema ‚Alkohol' geht. Wie sollte man deiner Meinung nach mit Angeboten zum „Mittrinken“ umgehen, wenn man keinen Alkohol trinken bzw. im Limit bleiben möchte?
Konsequent sein – das ist meiner Meinung nach das Wichtigste, wenn es um Gruppendruck geht. Man sollte den anderen freundlich, aber unmissverständlich klar machen, dass man – zum Beispiel an diesem Abend oder auch grundsätzlich – keinen Alkohol trinken möchte. Man sollte sich auch nicht zu „kleinen Kompromissen“ überreden lassen. Zusätzlich sollte jeder darauf achten, dass in einer Gruppe gar nicht erst ein Druck zum „Mittrinken" entsteht.

Gibt es noch etwas, was du den Leserinnen und Lesern der „Alkohol? Kenn dein Limit“-Website gerne mit auf den Weg geben möchtest?
Am einfachsten lässt sich das mit dem Motto unserer Kampagne sagen: Kennt euer Limit! Und informiert euch. Auf der Website gibt es viele Infos und auch Tipps, wie man leichter im Limit bleibt. Außerdem würde ich mich natürlich freuen, Euch persönlich zu treffen: Wir sind das ganze Jahr über in Deutschland unterwegs. Wo wir gerade sind und welche Städte auf unserer Tour noch geplant sind, erfahrt ihr auch über die Website.

Danke für das Gespräch und weiterhin viel Spaß als „Alkohol? Kenn dein Limit."-Peer