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Hals- und Beinbruch: hohes Unfallrisiko durch Alkoholkonsum


Junger Mann mit gebrochenem Bein.

Alkohol kann den Heilungsprozess nach einem Knochenbruch beeinträchtigen, wie amerikanische Wissenschaftler herausgefunden haben. Dass Alkohol auch das Risiko erhöht, überhaupt einen Knochenbruch zu erleiden, wissen (nicht nur) Experten schon seit langem. Bereits geringe Mengen Alkohol verändern das Zusammenspiel der Nervenzellen im Gehirn. Unter Alkoholeinfluss reagieren Menschen deshalb langsamer, ihre Bewegungen werden unkoordinierter. 

Experten haben ermittelt, wie stark das Risiko für einen Verkehrsunfall nach dem Konsum von Alkohol ansteigt. Wenn man bei „Null Promille“ von einem normalen Unfallrisiko ausgeht, verdoppelt sich dieses bereits ab 0,3 Promille. Denn schon bei diesem Promillewert leidet die Sehfähigkeit, außerdem hört man schlechter – in etwa so, als würde man auf ein nicht scharf gestelltes Bild einer Kamera schauen und dabei Watte in den Ohren haben. Wenn man unter solchen Bedingungen im Straßenverkehr unterwegs ist, steigt die Unfallgefährdung natürlich. 

Weitere Risiko- und Promillewerte:

  • 0,6 Promille = 3,0-faches Unfallrisiko über normal
  • 0,8 Promille = 4,5-faches Unfallrisiko über normal
  • 1,0 Promille = 6,5-faches Unfallrisiko über normal
  • 1,2 Promille = 9,5-faches Unfallrisiko über normal
  • 1,5 Promille = 16-faches Unfallrisiko über normal
    Quelle: Substanzbezogene Störungen am Arbeitsplatz- Eine Praxishilfe für Personalverantwortliche (BZgA,2011) 

Je mehr Alkohol im Blut, desto stärker steigt also das Risiko für einen Verkehrsunfall. Alkoholunfälle haben besonders schwerwiegende Folgen. Zum Vergleich: Bei jedem 77. Unfall mit Personenschaden wird ein Mensch getötet. Bei Alkoholunfällen endet jeder 40. Unfall tödlich.

Deshalb also im Straßenverkehr immer: Null Promille, Ehrensache

Quellen:

Loyola University Health System (2013, October 6). How binge drinking impairs healing of broken bones. ScienceDaily. Retrieved October 28, 2013, from http://www.sciencedaily.com

Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (2011) Substanzbezogene Störungen am Arbeitsplatz: Eine Praxishilfe für Personalverantwortliche Hamm, 2011