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Im Limit bleiben – das lässt sich trainieren


Zwei Jugendliche auf einem Sportplatz.

Der amerikanische Psychologe Roy F. Baumeister hat sich viel mit dem Thema Selbstkontrolle beschäftigt. Er vergleicht Selbstkontrolle gerne mit einem Muskel – der ermüden kann, der sich aber auch trainieren lässt. Baumeister verweist zum Beispiel auf eine Studie, bei der Menschen zwei Wochen vor ihrem Rauchstopp übten, sich selber zu beherrschen, zum Beispiel indem sie auf Süßigkeiten verzichteten.

Das Ergebnis: Die in Selbstkontrolle trainierten Personen waren bei ihrer anschließenden Tabakentwöhnung erfolgreicher als andere, die nicht geübt hatten. Übung macht also auch hier den Meister bzw. die Meisterin. Und zwar offenbar unabhängig von dem Verhalten, auf das sich die Selbstkontrolle bezieht: Schließlich haben die Studienteilnehmer auf Süßigkeiten verzichtet – und konnten dann leichter mit dem Rauchen aufhören.

Fazit: Nicht jedem spontanen Bedürfnis nachzugeben, macht langfristig offenbar zufrieden (er). Und: Selbstkontrolle lässt sich trainieren. Das gilt auch für das Thema „Im Limit bleiben“. Also: Öfters mal „Nein danke!“ sagen, wenn einem Alkohol angeboten wird – Situationen zum „Üben“ gibt es schließlich genug.

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Quellen:

http://www.thepsychologist.org.uk/archive/archive_home.cfm/volumeID_25-editionID_210-ArticleID_1997-getfile_getPDF/thepsychologist/0202baum.pdf
Practicing self-control lowers the risk of smoking lapse. Muraven, Mark Psychology of Addictive Behaviors, Vol 24(3), Sep 2010, 446-452. doi: 10.1037/a0018545