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Langsam und unflexibel: massive Einschränkungen durch Alkohol im Straßenverkehr


Mann fährt Nachts Fahrrad.

Eine aktuelle Befragung im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR)  hat gezeigt, dass offenbar viele Radfahrer die Wirkung von Alkohol unterschätzen und sich nach einigen Gläsern Bier noch auf den Sattel setzen. 

Dabei verändern schon geringe Alkoholmengen die Wahrnehmung. So schränkt ein Blutalkoholspiegel ab etwa 0,3 Promille unser Sehvermögen ein: Das Blickfeld wird enger, es kommt zum „Tunnelblick“. Das Blickverhalten wird außerdem „träge“. Im nüchternen Zustand geht unser Blick blitzschnell hin und her und erfasst alle wichtigen Informationen. Unter Alkoholeinfluss haftet der Blick länger an einem Gegenstand und springt später auf den nächsten Gegenstand über. Dadurch werden weniger Informationen aus der Umwelt aufgenommen.

Auch die sogenannte Hell-Dunkelanpassung wird durch die Aufnahme von Alkohol gestört: Die Steuerung der Pupillen funktioniert in angetrunkenem Zustand träge, so dass die Pupillen sich nicht schnell genug einstellen können, zum Beispiel auf einen entgegen kommenden Scheinwerfer. Man wird geblendet und fährt anschließend in ein „schwarzes Loch“.

Und Alkohol verändert die Motorik. Unter Alkoholeinfluss arbeitet der Bewegungsapparat nicht mehr so präzise wie in nüchternem Zustand. Das wirkt sich insbesondere auf die Bedienung der Pedale, auf das Lenkverhalten und auf die Bedienung von Hebeln und Schaltern aus.

Alkohol bremst das Gehirn aus. Deshalb: Im Straßenverkehr immer Null-Promille – Ehrensache! 

Das Faktenblatt Alkohol und Straßenverkehr fasst die wichtigsten Infos zum Thema zusammen.
 

Quellen: 

ADFC: Geringerer Grenzwert für Radfahrer Teil 2

Statistisches Bundesamt: Zweiradunfälle im Straßenverkehr (PDF)

Deutscher Verkehrssicherheitsrat: Mit Promille aufs Fahrrad?

N24: Jeder Fünfte würde betrunken radeln