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Leichter im Limit bleiben – indem man Verlockungen aus dem Weg geht


Vier Jugendliche sitzten an einem Thresen.

Warum sind Menschen, die seltener spontanen Verlockungen nachgeben, zufriedener als andere? Die Erklärung der Psychologen, die zu dieser Erkenntnis kamen, lautet so:

Innere Kämpfe nach dem Motto „Soll ich oder soll ich nicht...“ (...das Glas Bier trinken, am Computer zocken, den Schokoriegel essen ...) sind ganz schön anstrengend und eher unangenehm für uns. Die Verantwortlichen der Studie sprechen von einem „Konflikt der Ziele“, der in solchen Versuchungssituationen in uns stattfindet: zwischen einem eher langfristigen Ziel (zum Beispiel sportlich zu sein) und einer kurzfristigen Lust auf etwas (auf der Couch liegen zu bleiben). Menschen mit einer ausgeprägten Selbstkontrolle vermeiden offenbar Situationen, in denen diese Konflikte aufkommen und sind deshalb insgesamt zufriedener. So erklären sich die Experten das Ergebnis ihrer Studie.

In dem Sportbeispiel würde sich eine Person mit hoher Selbstkontrolle also vielleicht gar nicht erst auf die Couch legen, sondern sofort die Laufschuhe anziehen. Und damit den inneren Entscheidungstress umgehen. Beim Thema Alkohol kann man innere Konflikte zum Beispiel vermeiden, indem man sich von vorne herein die feste Regel setzt, dass die ersten beiden Getränke eines Abends immer alkoholfrei sind. In der Situation selber (z.B. auf einer Party) entsteht dann kein innerer Konflikt, weil die Entscheidung schon gefallen ist.

Kann man Selbstkontrolle eigentlich trainieren, so dass man für den Fall der Fälle noch besser gewappnet ist? Man kann, sagt Roy F. Baumeister, ein amerikanischer Psychologe der auch an der Studie beteiligt war. Lies weiter unter Im Limit bleiben – das lässt sich trainieren

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Im Limit bleiben – das lässt sich trainieren

Quellen:

http://www.thepsychologist.org.uk/archive/archive_home.cfm/volumeID_25-editionID_210-ArticleID_1997-getfile_getPDF/thepsychologist/0202baum.pdf
Practicing self-control lowers the risk of smoking lapse. Muraven, Mark Psychology of Addictive Behaviors, Vol 24(3), Sep 2010, 446-452. doi: 10.1037/a0018545