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Macht Alkohol Männer potent?

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Jedes Wochenende aufs Neue drängen junge Leute in Clubs, Bars, Discos oder starten auf Partys durch. Spaß haben, tanzen, andere Leute kennenlernen, gerne auch näher – darum geht es vielen.
Vor allem junge Männer setzen dabei auf die Wirkung von Alkohol, um selber etwas lockerer zu werden und um den nötigen Mut aufzubringen, um die „Auserwählte“ anzusprechen. Aber mal ehrlich Männer: Macht Alkohol uns wirklich zum Partytier und ebnet er den Weg ins Herz der Frauen? Hier die ernüchternden Fakten.

Partytauglich?

Wer ein bisschen Alkohol trinkt, kann tatsächlich die stimmungssteigernde und locker machende Wirkung von Alkohol bemerken. Man fühlt sich einfach „partytauglicher“. Klar, dass es manchen Menschen nach ein paar Schlucken auch leichter fällt, in Kontakt mit anderen zu kommen. Doch Vorsicht: Die Dosierung ist ganz wichtig, denn sonst bekommt man die andere Seite von Alkohol zu spüren. Wer zu viel trinkt hat eine verwaschene Aussprache, Gleichgewichtsstörungen und seine Kritikfähigkeit sinkt. Suff ist eben gerade nicht sexy.

Weich in den Knien – weich in der Hose

Neben den deutlich sichtbaren Schwierigkeiten, sich koordiniert zu bewegen und klar auszudrücken, leidet auch die männliche Potenz. Mediziner gehen davon aus, dass es bereits ab etwa 0,4 bis 0,5 Promille zu ersten Beeinträchtigungen der männlichen Standfestigkeit kommt. Ab 1,0 Promille kann davon ausgegangen werden, dass die Fähigkeit zur Erektion nicht mehr vorhanden ist. Die stimulierenden Reize kommen nicht mehr da an, wo es drauf ankommt. Männer haben dann nicht nur Erektionsprobleme, sondern auch Schwierigkeiten, den Orgasmus zu erreichen. Wer sich nicht mehr gerade auf den Beinen halten kann, der wird auch Probleme im Bett haben!

Spätfolgen nicht ausgeschlossen

Bei gesunden Männern ist glücklicherweise nach dem Ausnüchtern meist alles wieder fit im Schritt. Anders sieht es bei Männern aus, die über viele Jahre zu viel trinken. Körperliche Spätfolgen, die auch die männliche Potenz betreffen, sind hier sehr wahrscheinlich. Durch den Alkohol kann es zu Nervenschädigungen kommen. Dadurch können Reize dauerhaft nicht mehr richtig weitergeleitet werden. Das betrifft auch die Nervenreize, die bei Männern für eine Erektion verantwortlich sind. Regelmäßiger Alkoholkonsum führt außerdem zu einer Beeinträchtigung des Hormonhaushalts: Der Spiegel des männlichen Sexualhormons Testosteron sinkt ab, während gleichzeitig das weibliche Hormon Östrogen ansteigt.
Das hat zweierlei Folgen: Durch den Testosteronmangel kommt es zu Erektionsschwierigkeiten und durch den Überschuss von Östrogen verweiblicht der männliche Körper. Das kann soweit gehen, dass Männer Brustansätze bekommen.

Fakt ist: Unter dem Einfluss von Alkohol fühlen sich manche Männer tatsächlich lockerer und trauen sich womöglich mehr zu. Im Bett allerdings droht eine Flaute, weil der Alkohol nicht nur die Sinne betäubt, sondern auch die Erektionsfähigkeit mindert. Somit kann man sagen: Wer seinen Mann stehen will, sollte besser im Limit bleiben!

Quellen

Alkohol und Potenz – eine Frage der Dosis.
http://www.lifeline.de/erektionsstoerungen/wenn_mann_nicht_kann/content-120869.html

Sexualität und Alkohol.
http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Alkohol+Drogen/Alkohol/Sexualitaet-und-Alkohol-322.html

Alkohol und Potenz.
http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Erektile-Dysfunktion/Wissen/Alkohol-und-Potenz-3998.html