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Mehr als 15.000 Alkoholunfälle pro Jahr


Zwei junge Menschen sitzen in einem fahrenden Auto.

Ein kleiner Junge geht seine ersten Schritte, kurz danach sieht man ihn als Teenager im Schwimmbad. Im „Schnellvorlauf“ werden weitere Stationen in seinem Leben gezeigt – als junger Mann lernt er eine Frau kennen, heiratet, bekommt einen Job. Alles dargestellt in einem Video mit schönen Bildern, untermalt von entspannter Musik. Doch plötzlich werden Bild und Musik gestoppt und zwar genau in dem Moment, in dem der Hauptdarsteller morgens mit seinem Auto zur Arbeit los fährt. Zu hören ist nur noch ein lauter Knall, wie bei einem Verkehrsunfall und wir lesen: „Fahr vorsichtig, denn das Leben ist schön“. 

Etwas später wird eingeblendet, wer für den Spot verantwortlich ist: die Kampagne „Runter vom Gas“ des „Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur“ und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats. Im Vordergrund dieser Kampagne steht „überhöhte Geschwindigkeit im Straßenverkehr“, aber auch das Thema Alkohol spielt eine wichtige Rolle. Denn alkoholisierte Verkehrsteilnehmer sind für viele Unfälle verantwortlich. Und der Satz aus dem Spot könnte doch auch heißen: „Kein Alkohol am Steuer, denn das Leben ist schön.“ Passt auch, oder? 

Im Jahr 2012 gab es in Deutschland über 15.000 Alkoholunfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen. 338 Menschen starben dabei. Das sind glücklicherweise etwas weniger als im Jahr davor und deutlich weniger als noch zu Beginn des Jahrtausends: Im Jahr 2002 wurden zum Beispiel über 900 Menschen durch einen Alkoholunfall getötet, danach wurden es von Jahr zu Jahr weniger Menschen, die ihr Leben verloren, weil sie oder ein anderer mit Promille im Blut im Straßenverkehr unterwegs waren. 

Jeder vierte Beteiligte an einem Alkoholunfall ist zwischen 18 und 24 Jahren alt. Damit ist diese Altersgruppe häufiger als andere von Alkoholunfällen betroffen. Vor allem eine erhöhte Risikobereitschaft und bei einigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen auch ein erhöhter Alkoholkonsum führen dazu, dass dieser Anteil so hoch ist. Die Statistiken zeigen außerdem, dass deutlich mehr Männer als Frauen an Alkoholunfällen beteiligt sind. 

Auch wenn die Zahl der Verkehrstoten durch Alkohol zurückgegangen ist – 338 Verkehrstote durch Alkohol sind natürlich genau 338 Menschenleben zu viel. 

Damit möglichst wenige Menschen bei Alkoholunfällen im Straßenverkehr verletzt werden oder sterben, ist Aufklärung notwendig. Auch die Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ macht mit einem Plakat auf die Gefahren durch Alkohol im Straßenverkehr aufmerksam. Plakat als Bild einblenden

Im zweiten Teil der News erklären wir, wie Alkohol die Fahrfähigkeit beeinflusst und welche Verkehrsregeln für euch wichtig sind.

Siehe auch:

Runter vom Gas 

„Suchtmittel im Straßenverkehr 2012 – Zahlen und Fakten“, Martina Albrecht, Stefanie Langner, Horst Schulze in:  Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.): Jahrbuch Sucht 2014. Lengerich: Pabst.