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Oktoberfest 2018 – erster Rückblick


Das Münchner Oktoberfest ist das größte und meist kopierteste Volksfest der Welt. Gefeiert wird 16 Tage lang, dieses Jahr noch bis zum 7. Oktober. Es kamen bisher rund 3,3 Millionen Besucher, die ähnlich viel Bier tranken wie 2017 – da waren es 77.836 Hektoliter während der gesamten Festdauer.

© Getty/golero

Grundsätzlich ist das Oktoberfest laut Veranstalter wieder „ein Volksfest für alle“: Mehr Familien, viele Kinder und auch ältere Besucher flanierten bei Sonnenschein über die Feststraßen. Allerdings hatte die Rettungsstation auch alle Hände voll zu tun: Gleich am ersten Wiesn-Wochenende waren etwa 100 Sanitäter und Ärzte in der Sanitätswache im Einsatz. Hochbetrieb herrschte nach Angabe der Sanitätswache vor allem Samstagabend: „Es kommen viele Leute mit Verletzungen und natürlich viele mit Alkoholvergiftungen.“ Bis Sonntagnachmittag waren es schon über 500 Einsätze – Schnittverletzungen an der Hand von splitternden Masskrügen, Verletzungen durch Stürze und Alkoholvergiftungen. 

Weniger Besucher, mehr Bier

2017 wurde das Resümee „friedlich und gemütlich“ gezogen. Das scheint dieses Jahr ähnlich zu sein – zumindest den bisherigen Berichten zufolge. Im Schnitt gehen die Besucherzahlen leicht zurück, während der Bierkonsum steigt. Die Besucher der Wiesn trinken pro Person inzwischen fast doppelt so viel wie noch 1981. Und dabei war das Limit für einen risikoarmen Konsum mit knapp 0,8 Litern Bier pro Person bereits 1981 überschritten – das Limit liegt nämlich bei 0,5 Litern Bier pro Tag für Männer und 0,25 Litern für Frauen. 

 

Das Oktoberfest in Zahlen

In diesem Jahr haben die Wiesn-Besucher bislang 70 Ochsen und 29 Kälber verspeist. 2017 waren es über das ganze Fest verteilt 146 Ochsen und 59 Kälber, außerdem 466.747 Brathendl und 103.267 Paar Schweinswürstel. Die  6,2 Millionen Besucher tranken im letzten Jahr 77.836 Hektoliter Bier. Die Stadtreinigung beginnt ihre Schichten um 5 Uhr morgens. 2017 befreite sie die Theresienwiese unter anderem von 84 Tonnen Glasbruch und 534 Tonnen Speiseresten und Knochen. Mahlzeit. 

Mit dem Auto zur Wiesn – ein echtes NoGo

2017 mussten 231 Wiesn-Besucher ihren Führerschein abgeben, weil sie mit zu hohen Promille-Werten erwischt wurden. Die Zahlen für 2018 liegen noch nicht vor. 

Um sicher unterwegs zu sein, sollte man vorher ausmachen, wer nüchtern bleibt und fährt. Oder das Auto stehen lassen – und beim Fest aufeinander achten, damit alle wieder heil nach Hause kommen. 

Was man so verlieren kann

Bisher zählte das Wiesn-Fundbüro dieses Jahr 865 Fundsachen, darunter eine Wärmflasche, ein Blutzuckermessgerät und ein Tenorhorn. 2017 waren zwei Eheringe, ein Paar Paddel, ein Flügelhorn, ein Gebiss und Krücken dabei. Wie das mit den Erinnerungen aussieht, die wegen zu viel Bier und Filmriss verloren gegangen sind – schwer zu sagen. 

Was noch so wichtig ist auf der Wiesn

Die meisten Besucher zieht es nicht allein auf das Oktoberfest: 96 Prozent sind mit Freunden, Partnern oder der Familie unterwegs. 15 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Volksmusik als gängige Songs. Die diesjährigen Wiesn-Hits sind bisher „Cordula Grün“ des Wiener Sängers Josh, gefolgt vom alten Partisanenlied  „Bella Ciao“ in neuem Mix. Dauerbrenner Nummer Eins: „Ein Prosit der Gemütlichkeit!“. 

Unser Fazit: Hauptsache, ihr übertreibt es nicht mit dem Prosit und tanzt nicht wild auf den Tischen – denn das ist beim Oktoberfest tatsächlich verboten. :)