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Rauschtrinken schwächt die Immunabwehr


Fast jeder, der schon einmal über sein Limit getrunken hat, kennt die Folgen am nächsten Morgen: Übelkeit, Kopfschmerzen und ein fieses trockenes Mundgefühl erinnern an den Abend davor. Solch ein „Kater“ kann zudem die Denk- und Leistungsfähigkeit deutlich einschränken.

Jetzt haben Wissenschaftler aus den USA Hinweise dafür gefunden, dass durch intensiven Alkoholkonsum die Immunabwehr deutlich geschwächt wird – und das für mindestens 24 Stunden nach dem letzten Glas. Dieses Ergebnis konnte in zwei parallel durchgeführten Experimenten gezeigt werden: In dem einen Fall wurde Mäusen Alkohol in Form von Ethanol (trinkbarer Alkohol) zugeführt. Der zweite Versuch wurde im Reagenzglas umgesetzt.

Der Alkohol führte in beiden Fällen zu einer Schwächung der so genannten Zytokine. Das sind Proteine, die die Immunabwehr mit aktivieren und steuern. Die negativen Effekte blieben auch dann noch beobachtbar, wenn der Alkohol bei den Mäusen bereits abgebaut war.

Die beiden Forscher Stephen Pruett vom College of Veterinary Medicine an der Mississippi State University und Ruping Fan von der Louisiana State University schließen aus ihren Befunden, dass durch die herabgesetzte Immunabwehr die Wahrscheinlichkeit zum Beispiel einer Infektion erhöht ist. Der Zeitraum, in dem der Körper anfälliger für Krankheiten ist als sonst, wird auf „mindestens 24 Stunden“ geschätzt, kann also noch bedeutend länger sein. Ein Grund mehr also, um im Limit zu bleiben!

Quelle: www.biomedcentral.com/1471-2172/10/49/abstract