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Sieben Wochen ohne Alkohol – Franka und Kai ziehen Bilanz


„Es war eine interessante Erfahrung“, schreibt Franka im letzten Beitrag ihres Blogs zur Fastenzeit und meint damit die zurückliegenden sieben Wochen, in denen sie bewusst auf den Konsum von Alkohol verzichtet hat. Genauso wie Kai hat sie in dieser Zeit regelmäßig auf der „Alkohol? Kenn dein Limit“-Website darüber berichtet, wie es ist, „Nein danke“ zu sagen, wenn die Freunde zum Mittrinken auffordern oder auf alkoholfreie Alternativen auszuweichen, wenn es etwas zu feiern gibt. „Ich bin überrascht, wie leicht es mir fiel.“ lautet die Bilanz von Kai, der sich vorgenommen hatte, maximal einmal pro Woche Alkohol zu trinken und dabei ganz bewusst auf die Wirkung zu achten.

Fazit: Alkohol sollte nicht im Mittelpunkt stehen

Und was hat das Ganze gebracht? Kai zum Beispiel ist zu der Erkenntnis gekommen, dass „bei vielen Dingen, die mit Alkohol verbunden sind, Alkohol selbst nicht der wichtigste Faktor ist. Oft sogar komplett unwichtig. Abends mit Freunden rumalbern ist mir verdammt wichtig, Alkohol eher nicht.“. Ihm ist aufgefallen, dass er in der alkoholfreien Zeit nicht weniger Spaß hatte. Ob er sich amüsiere oder nicht, habe eher etwas mit den „richtigen Leuten“ zu tun und nicht mit Alkohol. Außerdem habe er in den vergangenen sieben Wochen drei Kilo abgenommen, auch das gehört für ihn zum insgesamt positiven Fazit des Selbstversuchs.

Franka freut sich dagegen vor allem darüber, dass sie in der Fastenzeit keine Kopfschmerzen hatte und schon dann fit war, wenn „andere sich noch im Bett wälzten“.

Sie glaubt, dass sie durch ihre Erfahrungen in der Fastenzeit „bestimmt nicht zu einer überzeugten Anti-Alkoholikerin, dafür aber gewiss zu einer Genusstrinkerin“ geworden ist.

Bewusster Verzicht in der Fastenzeit

Am Ostersamstag endete die traditionelle Fastenzeit. Ursprünglich ein christlicher Brauch, nutzen heute viele Menschen die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern, um bewusst ihre Konsumgewohnheiten zu ändern und vor allem um auf bestimmte Genussmittel zu verzichten. Eine forsa-Umfrage hatte ergeben, dass jene Befragten, für die Fasten grundsätzlich in Frage kommt, am häufigsten auf Alkohol verzichten würden.

Kein Freibrief für „Sauftouren“

Übrigens: Ein Alkoholverzicht zur Fastenzeit kann auch falsch verstanden bzw. genutzt werden – zum Beispiel als vermeintlicher „Beweis“, dass man seinen Konsum im Griff habe, um den Rest des Jahres wieder ungehemmt über die Stränge schlagen zu können. In so einem Fall könnte der Selbstversuch „Sieben Wochen ohne Alkohol“ zum Bumerang werden. Denn die Schädlichkeit von Alkohol ergibt sich aus der Menge des reinen Alkohols, die ein Mensch zu sich nimmt. Für Erwachsene sind Grenzen für einen risikoarmen Alkoholkonsum festgelegt worden. Jugendliche sollten darunter liegen, vor allem um die bis zum 20. Lebensjahr dauernde Reifung ihres Gehirns nicht zu gefährden. 

Statt nach der Fastenzeit wieder in die alten Konsumgewohnheiten zurückzufallen, sollten die Erfahrungen des Alkoholverzichts dafür genutzt werden, neue Gewohnheiten und einen bewussteren Umgang mit Alkohol (-mengen) zu entwickeln. Dazu Kai: „Ich nehme das (= das Fasten-Projekt, Anmerkung der Redaktion) jetzt aber nicht als Freibrief für eine dreiwöchige Sauftour.“ Stattdessen werde er sich häufiger „daran erinnern, dass es oft auch gut ohne Alkohol geht.“

Wir möchten Franka und Kai an dieser Stelle ganz herzlich für ihre interessanten und oft auch witzigen Blogbeiträge in den letzten sieben Wochen danken. Es hat Spaß gemacht mit euch!

Für alle, die langfristig in ihrem Limit bleiben wollen, haben wir hier Tipps und Empfehlungen zusammengestellt.