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So bleibt ihr (nicht nur) Silvester im Limit


Silvester in Spanien: Kurz vor Mitternacht schalten viele Menschen den Fernseher ein, um den Glockenschlägen der Turmuhr an der Puerta de Sol in Madrid zu lauschen. Bei jedem Schlag der Glocke verspeisen sie eine Weintraube. Wenn der letzte der zwölf Glockentöne verklungen ist, müssen alle Weintrauben verzehrt sein, andernfalls bleibt das Glück im nächsten Jahr aus – so will es der alte spanische Brauch. http://www.rp-online.de/panorama/spanien-zwoelf-trauben-als-gluecksbringer-1.2064088

Andere Länder, andere (Silvester-) Sitten

Im Süden der USA werden zum Jahreswechsel dagegen traditionell Linsen gegessen. Die Hülsenfrüchte stehen symbolisch für Geldmünzen und sollen (finanzielles) Glück für das neue Jahr bringen. Und wer Silvester schon einmal in Frankreich verbracht hat, weiß, dass dort zum Jahresbeginn kaum Böller und Raketen gezündet werden. Ganz anders in Deutschland: Hier strömen die Menschen um Mitternacht auf Straßen und öffentliche Plätze, um das Farbenspektakel am nächtlichen Himmel zu bestaunen. Und um mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr anzustoßen – ein Brauch, den es übrigens auch in vielen anderen Kulturen gibt.

Die Kehrseite der Partynacht

Eine Kehrseite der ausgelassenen Feiern zum Jahresende: Viele Leute trinken in der Silvesternacht über ihr Limit und unterschätzen dabei die Wirkung des konsumierten Alkohols. Neben Unfällen und Brandverletzungen zählen deshalb Alkoholvergiftungen zu den häufigsten Gründen für eine Einlieferung in ein Krankenhaus in der Nacht zum ersten Januar.

In einem Krankenhausbett aufzuwachen, in Windeln gepackt und ohne Erinnerung an die Partynacht – das ist nicht nur peinlich, sondern bedeutet auch, dass man seinen Körper einem erheblichen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt hat. Denn durch zu viel Alkohol im Blut können lebenswichtige Körperfunktionen beeinträchtigt werden. Zum Beispiel die Funktionsweise des Hirnstamms, eine Hirnregion, die unter anderem die Atmung und den Herzschlag steuert. Puls und Atmung können so schwach werden, dass man das Bewusstsein verliert. Weitere Informationen unter Wie gefährlich ist Rauschtrinken?

 

Damit es gar nicht so weit kommt und euch die Partynacht 2012/2013 in guter Erinnerung bleibt, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, wie man leichter im Limit bleibt:

1. Wenn ihr selber eine Party organisiert: genügend alkoholfreie Getränke einplanen

Wer will schon, dass der Teppich vollgekotzt wird oder ein Teil der Gäste „ausfällt“, weil sie zu viel Alkohol getrunken haben. Eine große Auswahl alkoholfreier Getränke in „Griffnähe“ senkt den Alkohollevel auf eurer Party. Immer ein Hingucker: leckere und phantasievoll dekorierte Cocktails ohne Alkohol.

2. Durst nicht mit Alkohol löschen

Wer durstig ist, trinkt erstens schneller und zweitens auch größere Mengen als sonst. Deshalb immer ausreichend Wasser, Fruchtschorlen und ähnliches trinken – und beim Alkohol im Limit bleiben.

3. Bescheid wissen, wie viel Alkohol ein Getränk enthält

Mit dem Einheitenrechner lässt sich der Alkoholgehalt verschiedener Getränke ermitteln. Auch wichtig zu wissen: So werden aus Prozenten (im Alkohol) Promille (im Blut).

4. Vorsicht bei Spirituosenund Mixgetränken

Eine geringe Menge Spirituosen reicht aus, um schnell viel reinen Alkohol aufzunehmen und dann auch schnell eine hohe Blutalkoholkonzentration zu erreichen. Bei Mixgetränken wird der Geschmack des Alkohols süß überlagert. Manchmal schmeckt man den Alkohol gar nicht, seine Wirkung verliert er dadurch natürlich nicht.

Besonders gefährlich kann es werden, wenn der Alkohol innerhalb so kurzer Zeit getrunken wird, dass körperliche Warnsignale (Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit) noch nicht einsetzen und der Alkoholpegel sozusagen „ungebremst“ auf einen hohen Wert ansteigt.

5. „Nein danke“ bei Trinkspielen

Bei einem Trinkspiel geht der Überblick über den konsumierten Alkohol besonders schnell verloren, denn die Regeln bzw. der Verlauf des Spiels bestimmen darüber, wann und wie viel Alkohol getrunken wird. Wer mittendrin aussteigen oder eine Runde aussetzen möchte, „verstößt“ gegen die Spielregeln. Besser und einfacher ist es, gar nicht erst mitzumachen.

Es gibt genügend Alternativen, um Spaß zu haben – auch ohne Trinkspiele & Co.

 

Das Team von ‚Alkohol? Kenn dein Limit‘ wünscht euch eine schöne Silvesternacht und einen tollen Start in das neue Jahr!