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Sommerparty ohne Katerstimmung


Ob im Park, am See oder zu Hause im Garten – die Zeit der Open-Air-Partys hat begonnen. Anlässe zum Feiern gibt es genug: bestandene Prüfungen, das Ende des Schuljahres/Semesters, Geburtstage oder einfach die warmen Temperaturen, die es erlauben, endlich wieder im Freien zu feiern. Die Zutaten für eine gute Sommerparty: nette Leute, eine schöne Location, Musik, leckeres Essen und natürlich ausreichend Getränke – schließlich haben die meisten keine Lust, spät abends noch an den Kiosk oder die Tankstelle zu müssen, weil alle Getränkevorräte aufgebraucht sind.

Besonders beliebt sind in diesem Jahr Saftschorlen und Limonaden in den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Viele Leute stoßen auf einer Party aber auch gerne mit einem kühlen Bier oder einem Glas Sekt an. Eine Umfrage der BZgA ergab, dass junge Männer zwischen 18 und 25 Jahren am liebsten Bier trinken, Frauen im gleichen Alter eher Wein und Sekt bevorzugen. Auf Platz zwei folgen bei beiden Geschlechtern Mixgetränke. Bei der Befragung wurde übrigens nur nach alkoholischen Getränken gefragt, deshalb tauchen in dieser Rangliste weder Cola noch alkoholfreies Bier auf.

Alkoholfreie Begrüßungscocktails

Wer nicht möchte, dass die Party aus dem Ruder läuft, weil ein Großteil der Gäste betrunken ist, sollte unbedingt auf genügend nicht-alkoholische Getränke achten. Die Erfahrung zeigt: Wenn es genügend leckere Alternativen zum Alkohol gibt, sinkt meist auch der Promillewert der Gäste. Warum den Abend nicht einmal mit einem alkoholfreien Begrüßungscocktail starten? Rezepte findet ihr zum Beispiel auf unserer Website.

Noch mehr Tipps für eine Sommerparty ohne unangenehme Spätfolgen:

Durst nie mit Alkohol löschen

Wer kennt das nicht? Wenn man richtig Durst hat, trinkt man in der Regel schneller und auch mehr als sonst. Das kann einem natürlich auch beim Bier passieren. Deshalb lieber viel Wasser, Fruchtschorlen und ähnliches trinken – und beim Alkohol im Limit bleiben.

Alkoholfreie Alternativen mit Geschmacksgarantie

Exotische Fruchtschorlen, Limonaden und alkoholfreies Bier sind momentan ziemlich angesagt. Oder habt ihr schon einmal einen Eistee selbst gemacht? Einfach eine Kanne Tee machen und etwas länger ziehen lassen als sonst. Wenn der Tee fertig gezogen hat, sollte man ihn möglichst schnell in ein Gefäß mit Eiswürfeln gießen, so bleibt der Geschmack am besten erhalten. Wenn er abgekühlt ist, kann man den Tee dann beliebig verfeinern – mit Zitronensaft, (etwas) Zucker, Pfefferminzblättern usw.. Der Phantasie sind da kaum Grenzen gesetzt, auch die Kombi mit Fruchtsäften ist lecker.

Kleine „Tricks“ sind erlaubt

Tipp für Gastgeber und Gastgeberinnen: Wassergläser immer nachfüllen und keine großen Gläser für alkoholische Getränke verwenden. Auch so trägt man dazu bei, dass auf einer Party weniger Alkohol getrunken wird.

Puh, diese Hitze ...

Wenn der Körper schon mit hohen Temperaturen zu kämpfen hat, sollte man ihn nicht noch zusätzlich mit dem Abbau von Alkohol belasten. Lieber viel Wasser trinken und es ruhig angehen lassen.

Bescheid wissen, wie viel Alkohol ein Getränk enthält

Mit dem Einheitenrechner lässt sich der Alkoholgehalt verschiedener Getränke ermitteln. Auch wichtig zu wissen: So werden aus Prozenten (im Alkohol) Promille (im Blut).

Alkohol langsam und bewusst trinken

Bier und Wein werden natürlich auch wegen ihres Geschmacks getrunken. Der Geschmack eines Getränks entfaltet sich besonders gut, wenn man langsam und bewusst trinkt. Wenn das Bier dagegen heruntergestürzt wird, bekommt man von dem Geschmack kaum etwas mit.

Auch wenn andere um dich herum schnell (und damit auch meist viel) trinken – bestimme dein Trinktempo selber! Auch bei „Runden“ – einer besorgt Getränke für alle – sollte man immer wieder aussetzen oder auf alkoholfreie Getränke zurückgreifen.

Absolutes „No Go“ = Trinkspiele

Bei einem Trinkspiel geht der Überblick über den getrunkenen Alkohol besonders schnell verloren. Die Spielregeln bestimmen darüber, wann und wie viel Alkohol jemand trinken „darf“. Wer mittendrin aussteigen oder eine Runde aussetzen möchte, verstößt gegen diese Spielregeln. Besser und einfacher ist es, gar nicht erst mitzumachen.

Charmant „Nein, danke“ sagen

Zuletzt noch ein Tipp von Peer Ole zum Thema „Alkohol und Gruppendruck“, den er uns im Interview gegeben hat:

„Konsequent sein – das ist meiner Meinung nach das Wichtigste, wenn es um Gruppendruck geht. Man sollte den anderen freundlich, aber unmissverständlich klar machen, dass man – zum Beispiel an diesem Abend oder auch grundsätzlich – keinen Alkohol trinken möchte. Man sollte sich auch nicht zu „kleinen Kompromissen“ überreden lassen. Zusätzlich sollte jeder darauf achten, dass in einer Gruppe gar nicht erst ein Druck zum „Mittrinken" entsteht.“

Übrigens: Die Peers der Alkohol? Kenn dein Limit“-Kampagne sind in diesem Jahr wieder auf vielen Opern-Air-Festivals und Stadtfesten unterwegs, auf unserer Website erfahrt ihr wo und wann.

Das Kenn-dein-Limit-Team wünscht euch einen tollen Sommer 2013 und natürlich viele gute Partys!

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2012). Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2011. Der Konsum von Alkohol, Tabak und illegalen Drogen: aktuelle Verbreitung und Trends. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung