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Umdenken in Russland: Weniger Alkohol, längeres Leben


Weites Land, sibirische Kälte, reichlich Wodka zum Aufwärmen. Ein solches Bild haben viele im Kopf, wenn sie an Russland denken. Allerdings trifft der Teil mit dem „Wodka“ immer weniger zu, denn Alkohol gerät dort laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer mehr aus der Mode – aus guten Gründen.

Alkohol in Russland auf dem absteigenden Ast

Die nackten Zahlen: Noch vor ca. 15 Jahren (2003) trank jede*r Russ*in im Durchschnitt über 20 Liter reinen Alkohol pro Jahr. Im Jahr 2016 waren es dann nur noch 11,7 Liter – fast die Hälfte weniger. Wie kommt das? Der russische Staat hat die Regelungen rund um Alkohol in der Zwischenzeit angepasst. Es gibt jetzt Mindestpreise für alkoholische Getränke und die Steuern auf Bier, Wein, Schnaps & Co. wurden erhöht. Außerdem wird nachts kein Alkohol mehr verkauft. Kurz gesagt: Alkohol als „Zeitvertreib“ ist mittlerweile in Russland einfach weit weniger attraktiv als früher.

Weniger trinken, länger leben

So weit, so gut – aber was hat das Ganze gebracht? Ziemlich viel! In der Zeit von 2003 bis 2016 stieg die Lebenserwartung um 9 Jahre (Männer) bzw. 6 Jahre (Frauen). Der Rückgang von durch Alkohol verursachten Krankheiten ist laut WHO einer der Hauptgründe für diesen Trend. Gar nicht so schlecht, oder? Das zeigt einmal mehr, wie sehr und wofür es sich lohnt, im Limit zu bleiben – und es gibt noch viele weitere gute Gründe.

Deutschland hinkt hinterher

Was an den erstaunlichen Zahlen aus Russland besonders überrascht: Die sprichwörtlich so trinkfesten Russ*innen nehmen mittlerweile weniger Alkohol zu sich als die Deutschen. „Wir“ haben unsere russischen Freund*innen laut WHO mit im Schnitt 13,4 Litern Alkohol pro Jahr (ebenfalls Stand 2016) mittlerweile überholt. Das muss aber nicht so bleiben, denn gerade bei Jugendlichen liegt Alkohol seit Jahren immer weniger im Trend. Wir sagen: Weiter so!

Die WHO-Studie zum AlkoholkonsuminRussland findest du auf der Webseite der Weltgesundheitsorganisation.

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