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Warum es riskant sein kann, wenn man viel Alkohol verträgt


Tropfen an einer liegenden Glasflasche.

„Viel Alkohol vertragen“ kann zum Risikofaktor werden, weil Warnsignale des Körpers erst dann anschlagen, wenn der Betreffende schon relativ viel getrunken hat. Hoher Alkoholkonsum ist dabei nicht nur ein Abhängigkeitsrisiko, sondern auch grundsätzlich schädlich für den menschlichen Organismus. Das führt uns zum zweiten Grund, warum sogenannte Trinkfestigkeit ein Risiko sein kann: 

Grund 2: Mehr Alkohol = Höheres Gesundheitsrisiko

Vor einigen Jahren haben Wissenschaftler in Deutschland alle Studien zu den Effekten von Alkoholkonsum auf die menschliche Gesundheit gesammelt und ausgewertet. Es zeigte sich, dass das Gesundheitsrisiko steigt, je mehr Alkohol regelmäßig getrunken wird. Aus der Untersuchung wurden Empfehlungen abgeleitet, die sich allerdings nur an Erwachsene richten: Maximal zwei Standardgläser pro Tag für Männer, höchstens ein tägliches Standardglas für Frauen. An mindestens zwei Tagen in der Woche sollte gar kein Alkohol getrunken werden, um der Entwicklung einer Abhängigkeit vorzubeugen. Innerhalb dieser Grenzen ist bei gesunden Erwachsenen von einem geringen Gesundheitsrisiko durch regelmäßigen Alkoholkonsum auszugehen. Jugendliche sollten „Alkohol weitgehend meiden“, um wichtige Reifungsprozesse – vor allem im Gehirn – nicht zu gefährden. Auch beim Alkohol ist also weniger mehr – weitere Infos gibt es in der Bodymap.

Grund 3: Akute Risiken durch Alkohol werden oft unterschätzt

Auch wenn sich jemand fit fühlt und äußerlich keine Anzeichen eines Rausches erkennbar sind: Alkohol bremst das Gehirn aus. Schon bei geringen Promillewerten leiden die Reaktionsfähigkeiten des Trinkenden, er sieht einen immer kleineren Ausschnitt aus der Wirklichkeit und kann Bewegungen schlechter kontrollieren. Viele Leute unterschätzen diese Wirkungen von Alkohol – vor allem solche, die glauben, das Thema im Griff zu haben, weil sie viel vertragen. 

Fazit:
Drei gute Gründe also, warum es kein Vorteil ist, wenn man „jemanden unter den Tisch trinken kann“. 

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Burger, M., Bronstrup, A. & Pietrzik, K. (2004). Derivation of tolerable upper alcohol intake levels in Germany: A systematic review of risks and benefits of moderate alcohol consumption. Preventive Medicine, 39 (1), 111-127

Seitz, H.K., Bühringer G., Mann, K. [2008]. Grenzwerte für den Konsum alkoholischer Getränke. In DHS (Hrsg.). Jahrbuch Sucht 2008. Geesthacht: Neuland, 205-209