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Warum es Spaß machen kann, im Limit zu bleiben


Junge Frau lächelt in die Kamera.

Weniger Spaß im Leben, wenn man seine Grenzen kennt und sich (zum Beispiel beim Alkohol) zurückhält? Der amerikanische Psychologe Roy Baumeister sieht das anders. Er ist einer der weltweit bekanntesten Forscher zum Thema Selbstkontrolle. Bei einer seiner Studien hat er 400 Personen danach befragt, wie oft sie in ihrem Alltag Bedürfnisse (jeglicher Art) zurück stellen. Danach teilte Baumeister die Befragten in zwei Gruppen ein: 

  • Gruppe 1: Personen mit geringer Selbstkontrolle (Menschen also, die sich seltener zurückhalten) 
  • Gruppe 2: Personen mit viel Selbstkontrolle (Leute, die stärker zur Kontrolle von Bedürfnissen neigen). 

Baumeister und sein Team haben die Teilnehmenden an der Studie auch danach gefragt, wie zufrieden sie insgesamt mit ihrem Leben sind. Bei der anschließenden Analyse der Antworten zeigte sich dann, dass Menschen mit hoher Selbstkontrolle (Gruppe 2) zufriedener waren und häufiger über positive Gefühle in ihrem Alltag berichteten als die Personen aus Gruppe 1. 

Die Erklärung von Baumeister: Innere Kämpfe nach dem Motto „Soll ich oder soll ich nicht...“ sind für Menschen anstrengend und eher unangenehm. Er spricht von einem „Konflikt der Ziele“, der in solchen Versuchungssituationen in uns stattfindet: zwischen einem eher langfristigen Ziel (zum Beispiel körperlich und geistig fit zu sein) und einer kurzfristigen Lust auf etwas (zum Beispiel auf eine größere Menge alkoholische Getränke). Menschen mit hoher Selbstkontrolle vermeiden offenbar von vorne herein Situationen, in denen diese Konflikte aufkommen und sind deshalb insgesamt zufriedener: Sie bringen sich einfach seltener in Versuchung, so zumindest die Interpretation des amerikanischen Psychologen. 

Wir finden: Erst ein Limit festlegen, dann unbeschwert (und ohne Zielkonflikte) feiern – das klingt logisch. 

„Amerikanisch“ geht es auch im zweiten Teil der News weiter. Denn wir haben eine typische amerikanische Süßigkeit für euch: Marshmellows. Wer die gerne mag, kann schon erahnen, dass es einen Zusammenhang zwischen Marshmellows und Selbstkontrolle gibt.