Zum Hauptinhalt springen

Was ist risikoarmer Alkoholkonsum?


Drei junge Menschen unterhalten sich.

Gesundheitsförderlich ist der Konsum von Alkohol zwar nicht. Eine Expertenkommission hat jedoch Grenzwerte für einen risikoarmen Alkoholkonsum festgelegt: Maximal zwei Standardgläser (20 bis 24 Gramm reiner Alkohol) pro Tag für Männer, höchstens ein tägliches Standardglas für Frauen. An mindestens zwei Tagen in der Woche sollte gar kein Alkohol getrunken werden, um der Entwicklung einer Abhängigkeit vorzubeugen. Diese Grenzwerte stammen vom so genannten „wissenschaftlichen Kuratorium der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)“. Sie sind für „gesunde Erwachsene“ formuliert worden, d.h. Menschen mit bestimmten Erkrankungen sollten darunter liegen oder ganz auf Alkohol verzichten.

Jugendliche sollten den Experten zufolge Alkohol „weitgehend meiden“– vor allem um Reifungsprozesse im Gehirn nicht zu stören. Zu dieser Schlussfolgerung kommt auch Professor Laucht, den wir in einem Interview zu den Folgen des Rauschtrinkens auf die Gehirnentwicklung befragt haben. Hier geht es zu seinen Antworten

Zu den Empfehlungen der Expertenkommission gehört auch der Verzicht auf Alkohol am Arbeitsplatz, beim Sport, während der Schwangerschaft, in der Zeit des Stillens, bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten und natürlich auch im Straßenverkehr. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen übrigens jedes Jahr aufs Neue: Junge Leute im Alter zwischen 18 und 24 Jahren sind besonders häufig von Alkoholunfällen betroffen.

Eine Menge guter Gründe also, im Limit zu bleiben und in bestimmten Lebenssituationen ganz auf Alkohol zu verzichten. Mehr Infos unter Im Limit bleiben?

Quellen: Burger, M., Bronstrup, A. & Pietrzik, K. (2004). Derivation of tolerable upper alcohol intake levels in Germany: A systematic review of risks and benefits of moderate alcohol consumption. Preventive Medicine, 39 (1), 111-127; Seitz, H.K., Bühringer G., Mann, K. [2008]. Grenzwerte für den Konsum alkoholischer Getränke. In DHS (Hrsg.); Jahrbuch Sucht 2008. Geesthacht: Neuland, 205-209

Das könnte dich auch interessieren: Alkohol in Maßen fördert die Gesundheit? Jugendliche in Deutschland wissen es besser