Zum Hauptinhalt springen

Weltdrogentag am 26. Juni. 2011: Alkoholvergiftungen nehmen zu!

|   News

Ging es dir schon mal so richtig schlecht, weil du zuviel Alkohol getrunken hast? Das war dann ein ernstes Warnzeichen deines Körpers, dass du eine Alkoholvergiftung hattest. Zu einer Alkoholvergiftung mit all ihren negativen Begleiterscheinungen kann es schneller kommen als gedacht. Und manchmal enden sie im Krankenhaus, manchmal auch auf der Intensivstation.
Warum ist das so? Alkohol ist nicht nur eine psychoaktive Substanz, also Droge, es ist auch ein starkes Zellgift, an dem man sich vergiften kann. Kurz: Alkoholvergiftungen sind sehr riskant und schädigen den ganzen Körper, vor allem Gehirn, Leber und Herz-Kreislaufsystem.

In den letzten Jahren steigt die Zahl der Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen stetig. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: Für Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren wurden im Jahr 2009 insgesamt rund 26.400 Fälle  von  Alkoholvergiftung oder auch „Alkoholintoxikation“ mit Krankenhauseinlieferung registriert. Jungen und junge Männer (16.489 Fälle) waren häufiger betroffen als Mädchen und junge Frauen (9.939).

Die Tatsache, dass Fälle von Alkoholvergiftungen mit stationärem Krankenhausaufenthalt in dieser jungen Altersgruppe von Jahr zu Jahr steigen, ist besorgniserregend. In den letzten Jahren ist eine Steigerung um etwa 280 Prozent registriert worden: Von 9.500 Fällen im Jahr 2000 auf rund 26.400 Fälle im Jahr 2009.

Auch wenn der regelmäßige Alkoholkonsum bei Jugendlichen seit einiger Zeit bereits deutlich sinkt, sind die Krankenhauseinlieferungen aufgrund von Alkoholvergiftungen nach wie vor ein großes Problem.

Fazit zum Weltdrogentag am 26. Juni 2011:

Noch immer trinken zu viele Jugendliche zuviel Alkohol und überschreiten das Limit! Das kann richtig gefährlich werden und böse enden, deshalb ist es wichtig,  über Alkohol, die Risiken und Folgen genau Bescheid zu wissen.

Checkt doch einfach noch einmal, wie viel Reinalkohol in euren Drinks wirklich steckt oder wie man den eigenen Promillewert berechnen kann. Mit diesen Infos, bleibt ihr locker im Limit!

Noch ein  Tipp: In unserem Forum könnt ihr zum Thema „Flatrate-Parties, Wetttrinken, Komasaufen: was ist daran cool?“ diskutieren und eure Meinung posten.

Quelle:

Destatis 2011. Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2000 bis 2009 Krankenhauseinlieferungen aufgrund von Alkoholintoxikationen.

BZgA 2011. Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2010. Köln.

Strümer M, Wolstein J. 2011. Rauschtrinken bei Kindern und Jugendlichen – Indizierte Prävention in der Akutsituation im Krankenhaus. Kinderärztliche Praxis 82, 160-165.