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Wer im Limit bleibt, flirtet besser


Ein junger Mann und ein junge Frau flirten.

Alkohol kann zum Flirtkiller werden, das hat eine amerikanische Studie gezeigt: Unter Alkoholeinfluss gelang es Versuchspersonen schlechter, Gesichtsausdrücke richtig einzuschätzen. Keine gute Voraussetzung für einen Flirt – wenn man nicht weiß, ob der andere gerade Spaß hat oder vielleicht doch genervt ist. Denn spontan auf die Stimmungen des Gegenübers einzugehen, darauf kommt es bei einem Flirt schließlich an, oder?

Wenn Jugendliche und junge Erwachsene wiederholt zu viel trinken, kann eine weitere Funktion ihres Gehirns darunter leiden, die erst einmal gar nicht nach „Flirten“ klingt. Die Rede ist vom so genannten „Arbeitsgedächtnis“. Und doch gibt es eine Verbindung zwischen dieser Gedächtnisfunktion und einem Flirt.

Das Arbeitsgedächtnis speichert vorübergehend Informationen – eine wichtige Voraussetzung für unser Denken und Verstehen in vielen Situationen im Alltag. Wenn uns beispielsweise eine Frage gestellt wird und wir nach einer Antwort suchen, wird im Arbeitsgedächtnis die Frage sozusagen „geparkt“ – so dass wir noch wissen, um was es geht, während wir über eine Antwort nachdenken. Wir benötigen das Arbeitsgedächtnis auch, wenn wir uns kurz eine Telefonnummer merken wollen, bis wir sie gewählt haben. Das Arbeitsgedächtnis ist also immer im Dienst und wird ständig gebraucht – auch und gerade bei Flirts: Es merkt sich, was die oder der andere eben gesagt hat, so dass man passend reagieren kann. 

Und ein aufmerksamer Gesprächspartner ist auf jeden Fall interessanter als ein „lallendes Gegenüber“, das immer wieder den Faden verliert. 

Unser Tipp also: Bei Alkohol im Limit bleiben, dann klappt es auch mit den Flirts. 

Wir haben Sieben Tipps zusammengestellt, wie ihr leichter im Limit bleibt.

Quellen: Daniel F. Hermens, Jim Lagopoulos, Juliette Tobias-Webb, Tamara De Regt, Glenys Dore, Lisa Juckes, Noeline Latt, Ian B. Hickie. Pathways to alcohol-induced brain impairment in young people: A review. Cortex, 2013; 49 (1)

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