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Wie gehen Jugendliche mit Alkoholrisiken um?


Eine junge Frau im Gespräch mit einem etwa gleichaltrigem Mann.

Zu viel Alkohol ist mit hohen Gesundheits- und Sicherheitsrisiken verbunden. Wie gehen Jugendliche mit diesen Risiken um? Diese Frage haben wir am Ende von Teil 1 unserer News gestellt. 

Darauf gibt es mehrere Antworten. Einige werden euch vielleicht überraschen.

Antwort 1: Die meisten Jugendlichen trinken sich nicht in einen Rausch. 

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die auch für die Kenn-dein-Limit-Kampagne verantwortlich ist, fragt Jugendliche und junge Erwachsene regelmäßig nach ihrem Alkoholkonsum. Zwar haben die meisten Befragten bereits Erfahrungen mit Alkohol gemacht. Aber längst nicht jeder trinkt sich in einen Rausch: Bei den 12- bis 17-Jährigen kam das in den 30 Tagen vor der Befragung bei etwa jedem sechsten von ihnen (17 Prozent) vor. Bei den 18- bis 25-Jährigen liegt die „Alkoholrausch-Quote“ mit 44 Prozent deutlich höher. Aber auch hier bleibt die Mehrheit also „rauschfrei“. 

Klar, 44 Prozent sind immer noch eine ganze Menge Jugendliche. Und darunter sind auch einige, deren Alkoholkonsum mehrmals pro Monat den Rauschpegel überschreitet. Dennoch: Die Mehrheit der Jugendlichen sagt Nein zum Rauschtrinken.

Antwort 2: Viele Jugendliche wissen Bescheid und sind kritisch gegenüber Alkohol

Der (nicht zutreffenden) Aussage „Alkohol in Maßen fördert die Gesundheit“ stimmten bei der Befragung nur 15 Prozent zu. Eine große Mehrheit weiß also, dass Alkohol – vor allem für Jugendliche – nicht gesundheitsförderlich ist. Dass „Alkohol dazu gehört, wenn man das Leben genießen will“, finden übrigens auch nur wenige Jugendliche.

Antwort 3: Jugendliche schützen sich

Viele Jugendliche treffen Vorkehrungen, um sich vor den Risiken eines Alkoholrauschs zu wappnen: Man passt aufeinander auf, sorgt dafür, dass jeder sicher nach Hause kommt und vieles mehr. Das gelingt allerdings umso weniger, je mehr Alkohol „im Spiel“ ist. Denn wenn ein Betrunkener auf einen Betrunkenen aufpasst, geht das natürlich schief. 

Fazit: Alkohol – vor allem wenn er in größeren Mengen konsumiert wird – ist mit Risiken verbunden. Viele Jugendliche kennen diese Risiken, einige handeln aber nicht danach. 

Tipps, wie es leichter fällt, im Limit zu bleiben, findet ihr hier.

Quelle:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (2014). Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2012. Ergebnisse einer aktuellen Repräsentativbefragung und Trends. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.