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Null Promille – Ehrensache

Alkohol ist ein Zellgift, das sich schnell im gesamten Körper verteilt. Vor allem im Gehirn entfaltet es seine Wirkungen: Das Wahrnehmungsvermögen und die Urteilsfähigkeit werden deutlich geschwächt. Auch die Koordination und die Steuerung von Bewegungen werden mit jedem Glas schwieriger, gleichzeitig nimmt die Risikobereitschaft zu. In manchen Lebenslagen kann daher Alkohol besonders gefährlich und gesundheitsschädigend sein. Deshalb gilt in folgenden Fällen immer:

Null Promille – Ehrensache!

Im Straßenverkehr

Unter Alkoholeinfluss vervielfacht sich das Risiko eines Unfalls. Wer am Straßenverkehr teilnimmt, sollte daher immer nüchtern sein. Für Fahranfänger in der Probezeit und Jugendliche unter 21 Jahren schreibt das Straßenverkehrsgesetz die Null-Promille-Grenze vor. Wer drüber liegt, begeht automatisch eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von 250 Euro und Punkten in Flensburg geahndet wird. Außerdem verlängert sich die Probezeit auf vier Jahre und eine Nachschulung wird fällig. Mehr Informationen zur Punktnüchternheit unter Gesetzliche Regelungen.

Am Arbeitsplatz, im Ausbildungsbetrieb und in der Schule

Bereits geringe Alkoholmengen schränken die Wahrnehmung und das Reaktionsvermögen erheblich ein. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit für Arbeitsunfälle. Deshalb gilt am Arbeitsplatz und im Ausbildungsbetrieb: Kein Alkohol! Natürlich auch in der Schule, denn auch hier kann es zu Unfällen kommen, außerdem schränkt Alkohol die Lern- und Denkfähigkeit erheblich ein.

In der Schwangerschaft und in der Zeit des Stillens

Das Kind trinkt bereits im Mutterleib mit, deshalb können schon einzelne Trinkepisoden zu Schäden beim Ungeborenen führen. Der Alkohol wird vom Körper des Embryos aufgenommen und muss dort abgebaut werden. Für diese Aufgabe ist die Leber des heranwachsenden Kindes jedoch noch nicht weit genug entwickelt. Die schwerste Form der Schädigung durch Alkohol in der Schwangerschaft ist das „Fetale Alkoholsyndrom“ (FAS). Verhaltensstörungen und eine beeinträchtigte geistige Entwicklung gehören zu den bleibenden Folgen für die Kinder. Achtung: Auch in der Stillzeit sollte komplett auf Alkohol verzichtet werden, denn der Säugling nimmt auch über die Muttermilch Alkohol auf. Dauerhafte Entwicklungsstörungen können die Folge sein.

Wenn Medikamente eingenommen werden

Es kann zu gefährlichen Wechselwirkungen zwischen Alkohol und eingenommenen Medikamenten kommen. Außerdem wird der Körper durch den Alkohol in eine Stress-Situation gebracht und damit zusätzlich geschwächt.

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