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Umfrageergebnis: Alkoholmythen - Was glaubt ihr?

Wein auf Bier, das rat‘ ich dir, Kaffee hilft beim Ausnüchtern und der Rollmops gegen den Kater. Tipps und Weisheiten rund um Alkohol gibt es viele. Wir haben fünf Mythen herausgegriffen, denen wir mit euch auf den Grund gehen wollten.

So habt ihr abgestimmt:

Mythos 1: Wer vorher fett isst, wird nicht so schnell betrunken.

Davon ging doch fast die Hälfte aus. 40 Prozent meinten, es stimme zum Teil - und sie liegen richtig. Vorher reichhaltig essen ist zwar sinnvoll, kann aber auch trügerisch sein, siehe unten.

Mythos 2: Purer Alkohol macht betrunkener als Mixgetränke.

65 Prozent von euch denken, dass es falsch ist, anzunehmen, dass purer Alkohol betrunkener macht - ihr liegt genau richtig damit völlig richtig. Es kommt auf die Menge Alkohol an, nicht auf das Mischverhältnis, siehe unten.

Mythos 3: Wer mehr wiegt, verträgt mehr.

Stimmt, meint fast die Hälfte von euch. Naja, stimmt zum Teil. Wer mehr Körperflüssigkeit hat, hat bei gleicher Menge Alkohol zwar weniger Promille. Bedenkenlos viel kann man trotzdem auch bei mehr Körpergewicht nicht trinken, siehe unten.

Mythos 4: Durcheinander trinken macht schneller betrunken.

Die meisten (42 Prozent) meinten, das sei ein Mythos - genau. Es kommt nicht auf die Reihenfolge an, sondern auf die Menge, siehe unten.

Mythos 5: Ein wenig Schlaf und man ist wieder nüchtern.

Ist Unsinn, sagen 89 Prozent. Ihr habt ja so Recht: Der Körper baut 0,1 Promille (Frauen) bis 0,2 Promille (Männer) Alkohol pro Stunde ab – egal, ob man schläft, oder nicht, siehe unten.

Legende

Stimmt.
Stimmt nicht.
Stimmt zum Teil.

Alkoholmythen - was glaubt ihr?


Auswertung aller Teilnahmen

Wer vorher fett isst, wird nicht so schnell betrunken.

Purer Alkohol macht betrunkener als Mixgetränke.

Wer mehr wiegt, verträgt mehr.

Durcheinander trinken macht schneller betrunken.

Ein wenig Schlaf und man ist wieder nüchtern.

 

Hier noch einmal die genaue Auflösung der Mythen:

Wer vorher fett ist, wird nicht so schnell betrunken.

>> Stimmt zum Teil.

Ein reichhaltiges Abendessen verzögert zwar die Aufnahme von Alkohol ins Blut, daher ist es auf jeden Fall sinnvoll, vor dem Ausgehen zu Abend zu essen. Allerdings gelangt der Alkohol letztlich doch ins Gehirn und die „solide Grundlage“ ist trügerisch. Dadurch, dass der Alkohol seine Wirkung etwas später zeigt, wird sie auch schnell unterschätzt.

 

Purer Alkohol macht betrunkener als Mixgetränke.

>> Falsch.

Für den Körper ist es unwichtig, ob der Alkohol verdünnt ist oder nicht. Wichtig ist nur, wie viel Alkohol letztlich in die Blutbahn gelangt. Allerdings tendieren wir bei puren Getränken dazu, mehr zu trinken, weil wir dadurch weniger Flüssigkeit aufnehmen. Wir haben dann eher das Gefühl, noch „Platz im Magen“ zu haben. Die Gefahr bei Mixgetränken ist hingegen, dass sie oft kaum nach Alkohol schmecken, wir die Wirkung unterschätzen – und noch eines bestellen.

 

Wer mehr wiegt, verträgt mehr.

>> Stimmt zum Teil.

Der Promillewert im Blut wird durch die Alkoholmenge und der Körperflüssigkeit, also dem Wasser im Körper beeinflusst. Bei mehr Körperflüssigkeit wird man demnach bei gleicher Menge Alkohol weniger Promille im Blut haben. Die meisten Menschen, die schwerer sind, haben mehr Körperflüssigkeit, als leichtere – oft aber auch mehr Fett im Gewebe. Und da Alkohol sich gut in Wasser, aber sehr schlecht in Fett löst, kann man eben nicht einfach sagen: Wer doppelt so viel wiegt, verträgt auch das Doppelte an Alkohol. Wie der Körper auf Alkohol reagiert, hängt außerdem von Faktoren wie Gewöhnung, leerem oder vollem Magen oder dem persönlichen Befinden ab. Menschen mit mehr Körpergewicht können also nicht bedenkenlos viel Alkohol trinken.

 

Durcheinander trinken macht schneller betrunken.

>> Falsch.

Es kommt nicht auf die Reihenfolge ansondern auf die Menge. Man verträgt auch nicht Bier auf Wein schlechter als Wein auf Bier. Was oft vorkommt: Wir trinken mehr, wenn wir durcheinander trinken. Das liegt auch daran, dass die Abwechslung für unsere Geschmacksnerven aufregender ist, als wenn wir bei nur einem Getränk bleiben. Und viel Alkohol macht eben (schneller) betrunken.

 

Ein wenig Schlaf und man ist wieder nüchtern.

>> Falsch.

Der Körper baut 0,1 Promille (Frauen) bis 0,2 Promille (Männer) Alkohol pro Stunde ab – egal, ob man schläft, oder nicht. Zwar fühlt man sich nach etwas Schlaf frischer, aber nüchtern ist man dann noch lange nicht wieder. In einer Situation ist das besonders wichtig zu beachten: im Straßenverkehr.