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Feiern mit den Eltern – ein No-Go?

In unserer letzten Umfrage wollten wir von euch wissen, ob ihr mit euren Eltern feiert. Geht das für euch eher in Richtung „Klar, wenn’s passt“ oder wäre eure Antwort ein deutliches „Auf keinen Fall“?

Die Mehrheit findet: „Auf keinen Fall!“

Wir haben von euch insgesamt 488 Stimmen bekommen, von denen 64 Prozent finden: Feiern mit den Eltern geht gar nicht. Auch, wenn uns das nicht total überrascht hat, haben wir uns doch mal genauer angeschaut, warum das wohl so ist.

Kontrolle durch Mama und Papa

Einer der naheliegendsten Gründe: Man ist nicht so frei, wenn die Eltern dabei sind und kann sich seinen Freunden gegenüber nicht so geben, wie man gerne würde. Da spielt auch ein gewisser Gruppenzwang im Freundeskreis eine Rolle. Unter den Augen von Mama und Papa würden sich die meisten auf einer Party vermutlich eher kontrolliert als motiviert fühlen.

Außerdem geht es beim Feiern ja auch darum, Zeit mit den Freunden zu verbringen und eben nicht mit den Eltern. Aber habt ihr euch schon mal gefragt, ob eure Eltern überhaupt Lust auf gemeinsame Party hätten? Wie ist das zum Beispiel mit Silvester – würden sie das lieber mit euch oder mit ihren eigenen Freunden verbringen? Wobei Feiern ja auch nicht gleich Feiern ist, sondern vielmehr doch alles…

…eine Frage des Anlasses

Weihnachten, Geburtstage jüngerer Geschwistern, Hochzeit der Cousine, Einweihungsparty nach einem Umzug der Familie, Omas 80ster – dies sind sicher andere Gelegenheiten als der Club-Abend am Samstag oder der 18te Geburtstag, der den Start ins eigene Leben bedeutet. Andererseits: Wenn Papa bei der Hausparty dezent im Hintergrund Knabberzeug nachfüllt, ist das vielleicht gar nicht so schlecht? Es kommt auf eure Einstellung und die eurer Eltern an, auf den Rahmen und darauf, was man für Vorstellungen von und Erwartungen an die jeweilige Party hat.

Wenn's passt, dann passt's

Dann ist da noch die Sache mit dem Alkohol. Angetrunken nach Hause kommen und hoffen, dass die Eltern es nicht merken (was sie dann doch meist tun), ist ja eine Sache. Eine andere ist es, sich von den Eltern beim Alkoholtrinken zuschauen zu lassen, sich selbst kontrolliert zu fühlen und auch die Freunde unter Beobachtung zu wissen.

Maßregelungen und Beschützerinstinkt der Eltern will man bei einer Party sicher nicht haben. Genauso wenig möchte man die eigenen Eltern alkoholisiert erleben. Wirklich kritisch und belastend ist das für Jugendliche, deren Eltern ein Alkoholproblem haben. Ein objektiver Umgang mit dem Thema Alkohol ist dann nicht mehr möglich und ohne Hilfe von außen lässt sich die Situation oft nicht mehr meistern. Wer Rat und Hilfe braucht, kann sich jederzeit an die Hotline des BZgA Infotelefons wenden.

Wenn aber beide Seiten eine ähnliche, möglichst maßvolle Einstellung zum Alkohol haben und leben, kann es auch sehr witzig sein, mal einen Abend mit den Eltern auszugehen. Es muss ja nicht die Hausparty beim besten Freund sein. Wie wäre es aber zum Beispiel mit Kino und danach noch was essen und ja, auch trinken? Probiert’s aus!

Wie seht ihr das?

Was könnt ihr euch vorstellen in Sachen „Feiern mit den Eltern“? Hinterlasst euren Kommentar!  

 

 

Kommentare (1)

  1. Michael am 24.04.2018
    Mein damals 17 jähriger Sohn und seine Freunde hatten mich , der 25 Jahre älter ist, gebeten mit Ihnen in die Disko zu gehen, da. Sie dann länger bleiben können. Noch heute,mit 58 werde ich zum apres Ski oder zum Feiern in die Vorstadtkneipen mitgenommen, wenn er wieder einmal aus Hamburg nach Hause kommt. Als ich bei ihm zu Besuch war, lernte ich die Kollegen bei der Einzugsfeier kennen und danach ging’s nach Altona.

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