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Party-Check: Bist du der Helfertyp?

In unserer letzten Umfrage wollten wir von euch wissen: Was macht ihr, wenn eure Freunde das Limit überschritten haben – kümmern oder weiter feiern?

Die meisten sagen: Kümmern!

Rund 3.000 Stimmen haben wir bei Facebook von euch bekommen – vielen Dank fürs Buttons klicken! Mit 78 Prozent gibt eine eindeutige Mehrheit von euch an, sich um Freunde zu kümmern, die zu viel Alkohol erwischt haben. 22 Prozent finden hingegen: Lieber weiterfeiern, statt weiterhelfen.

Freunde und Alkohol – passt?

Freunde sind füreinander da und stellen ihre eigenen Interessen für den jeweils anderen auch mal zurück. Das ist das Bild, dem ihr in unserer Abstimmung sehr genau entsprecht: Fast 80 Prozent von euch geben an, zu helfen, wenn für jemand anderen die Party vorbei ist – auch, wenn das bedeutet, dass der Abend für euch ebenfalls gelaufen ist.  

So gesehen sind Freunde und Alkohol ein gutes Gespann, man passt auf einander auf und hilft. Es gibt allerdings auch eine Kehrseite. Oft fühlt man sich von Freunden auch animiert, zu trinken – manchmal mehr als man will. Stichwort: Gruppenzwang beim Alkoholtrinken. Man trinkt, weil alle anderen es tun und man das Gefühl hat, es wird von einem erwartet. Damit setzt man sich selbst unter Druck, weil man Angst hat, kritisiert zu werden und als Spaßbremse aufzufallen.

My right to party

In unserer Abstimmung wollen sich 22 Prozent nicht im Feierspaß ausbremsen lassen. Auch dann nicht, wenn Freund oder Freundin es mit dem Alkohol übertrieben hat und sich dringend auf den Heimweg machen sollte – und zwar möglichst nicht allein.  

Es ist klar, dass keiner gerne den Aufpasser spielt. Man kann sich auch immer sagen, dass jeder letztlich für sich selbst verantwortlich ist. Darüber hinaus nervt es auch, wenn einem der Abend verdorben wird, weil jemand anderes das Limit überschritten hat. Wenn man sich aber überlegt, was man sich selbst in einer solchen Situation wünschen würde oder auch schon gewünscht hat, wirft das vielleicht nochmal ein anderes Licht auf die Frage „helfen oder feiern?“.

Wann ist es ein Notfall?

Wichtig ist, dass man erkennt, wann es gefährlich wird: Wann hat jemand so viel getrunken, dass er oder sie dringend Hilfe braucht? Wie kann man selbst helfen und wann muss man einen Krankenwagen rufen? Häufiges Erbrechen können Warnsignale für eine Alkoholvergiftung sein, manchmal kommt es dazu aber gar nicht erst. Wenn die Person nicht mehr ansprechbar oder gar bewusstlos ist, solltet ihr sofort die 112 wählen. Gut zu wissen: Welche Angaben man beim Rufen des Krankenwagens parat haben sollte und was im Krankenhaus und danach passiert. Die Übergänge zwischen den jeweiligen Stadien, von harmlos zu ernst, sind oft nicht leicht zu erkennen. Faustregel: Im Zweifel lieber einmal zu oft den Notarzt verständigen, als einmal zu wenig.