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Alkohol ablehnen

Lächelnder junger Mann verschränkt seine Arme

„Wie, du willst nichts trinken?“

„Komm, hab dich nicht so. Es ist doch Wochenende.“

„Was ist denn mit dir los? So kennen wir dich gar nicht!“

 

Wer ein alkoholisches Getränk ablehnt, erlebt manchmal kritische Reaktionen. Kein Wunder, dass es dann einigen schwerfällt, „Nein“ zu sagen oder einfach ein alkoholfreies Getränk zu bestellen. Dabei ist es nicht unhöflich oder beleidigend, keinen Alkohol zu trinken. Die Entscheidung darüber, was man trinkt, kann man nur für sich selbst treffen, genauso wie man allein die Konsequenzen daraus tragen muss (z. B. den Kater am nächsten Tag).

Wer selbstbewusst und freundlich Alkohol ablehnt, kommt bei den meisten gut an. Manche werden es sogar bewundern, dass Alkohol konsequent abgelehnt wird.

Nein, danke!

Selbstbewusst Nein“ sagen, wenn Alkohol angeboten wird, kann man trainieren. Am besten ist es, wenn man ehrlich und direkt antwortet, zum Beispiel so:

„Nein, danke. Ich will morgen fit sein.“ Oder:

„Nein, lass mal. Ich nehme eine Apfelschorle. Ich habe noch was vor.“ Oder:

„Danke, ich setze ein paar Runden aus.“

Solche direkten Entgegnungen wirken fast immer, sollte es aber weitere Fragen geben, helfen diese Antworten:

„Danke, ich habe auch so meinen Spaß. Mach dir keine Sorgen.“

Manchmal bietet es sich auch an, ganz direkt zurückzufragen: „Warum ist es dir so wichtig, dass ich Bier trinke?“

Dabei sollte man möglichst entspannt und gelassen bleiben, das wirkt souverän und selbstbestimmt.

Das Ablehnen von Alkohol ist eine Sache der Übung. Je häufiger man es macht, umso leichter und selbstverständlicher wird es.

Ob und wie viel Alkohol du trinkst, entscheidest du selbst. Du hast die Wahl und kannst locker im Limit bleiben.

Bei Trinkspielen und Flatrate-Partys, bei denen es nur ums Trinken geht, heißt es in jedem Fall: Nein, danke!

„Selbst Regie führen“

„Selbst Regie führen“ ist ein mentales Training, das auch im Leistungssport verwendet wird. Mit dieser Technik können Verhaltensweisen gedanklich eingeübt werden, um sie später „in der Praxis“ erfolgreich durchzuführen.

  • Für das Training solltest du möglichst entspannt sein: Schließe deine Augen. Stell dir eine Situation vor, in der es dir leichtfällt, „Nein“ zu sagen, beispielsweise wenn dir jemand etwas verkaufen möchte, das dir nicht gefällt, oder du eine Verabredung mit einem Freund verschieben möchtest. 
  • Stell dir nun vor, dass du der Regisseur eines Films bist. In der nächsten Szene geht es darum, dass die Hauptfigur einen alkoholischen Drink ablehnt. Gestalte den Film in deiner Vorstellung möglichst realistisch, sodass er zu der Situation passt, die du einüben möchtest. Die Umgebung ist zum Beispiel deine Stammdisco, die Darsteller sind aus deiner Clique und so weiter. Spiel genau durch, wer was zur Hauptfigur sagt und wie diese reagiert. Stell dir vor, wie die Hauptfigur ruhig, entspannt und souverän antwortet. Du kannst die Szene in Gedanken so lange wiederholen, bis du damit zufrieden bist.
  • Wenn du den Filmausschnitt klar vor Augen hast und ihn ein paar Mal durchgegangen bist, spielst du die Szene aus der Sicht des Hauptdarstellers oder der Hauptdarstellerin

Mithilfe einer solchen mentalen Übung kannst du dich vorbereiten, wenn es beim nächsten Mal darum geht, freundlich und selbstbewusst Alkohol abzulehnen.

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